Bedarf an Fahrradständern wird ermittelt

Bedarf an Fahrradständern wird ermittelt

Immer mehr Menschen nutzen die Möglichkeiten, die das Fahrrad im Stadtverkehr bietet: Beweglichkeit, kein Parkplatzproblem und gesund ist's auch noch. Stimmen muss allerdings auch für den Drahtesel die Infrastruktur.

Wenn eine Stadt ein Herz für Radfahrer hat, müssen auch Unterbringungsmöglichkeiten ausreichend vorhanden sein: die Rede ist von Fahrradständern. Hier setzt die Kritik einer SZ-Leserin an, die dieser Tage ihrem Unmut am Redaktionstelefon Luft gemacht hat: "In der Innenstadt sind mittlerweile jede Menge Fahrradständer abgebaut und entfernt worden", sagte sie. Als Beispiele für verwaiste Standorte nannte die Anruferin etwa den Parkplatz Uhlandstraße, der morgen offiziell wiedereröffnet wird oder auch den Christian-Weber-Platz. Und andere Fahrradständer, die noch aufzufinden seien, "sind stark beschädigt oder verschmutzt."

Die Homburger Stadtverwaltung will sich den Schuh so nicht anziehen, verweist allerdings auf einen gewissen Zeitbedarf: " Derzeit ist die Arbeitsgruppe Stadtmobiliar dabei, eine Bestandsaufnahme aller Abstellmöglichkeiten im gesamten Stadtgebiet zu erarbeiten. Ein solcher Überblick über alle Fahrradständer und deren Zustand existiert leider noch nicht." Daher könne man momentan, so Linda Barth von der Stadt-Pressestelle auf Anfrage, auch keine Auskunft über kürzlich abgebaute Fahrradständer geben. Gleichzeitig werde geprüft, an welchen Stellen großer Bedarf herrsche und wie der Zustand der vorhandenen Fahrradständer sei. "Beschädigte Ständer werden im Rahmen dieser Ermittlung dann natürlich auch repariert", so Barth. Dies könne noch etwas dauern. Aufgefallen sei der Verwaltung, dass viele Radfahrer in der Innenstadt ihre Räder nicht an den vorgesehenen Stellen anketten, sondern eher Pfosten, Bänke oder Bäume dafür nutzen. "Auch dieser Aspekt wird sicherlich in den Bedarf nach weiteren Fahrradständern einfließen", kündigte Barth an.