Bauplan für die Windschnorr und Auswirkungen auf Homburg

Großbaustelle : Jetzt kommt die Windschnorr dran

Baustellen in und um Homburg reißen nicht ab. Kaum ist die Richard-Wagner-Straße fertig, geht es woanders weiter.

Die Großbaustelle in der Homburger Richard-Wagner-Straße neigt sich, wie geplant, dem Ende entgegen. Bis zum Donnerstag dieser Woche wurde ein Teil des Straßenzuges zwischen der Einfahrt zum Homburger Hauptbahnhof und der Bahnbrücke saniert, nun steht bis zum offiziellen Bauende am kommenden Montag der letzte Bauabschnitt an, ein Streckenbereich zwischen der Kreuzung Mainzer Straße entlang der Kaiserslauterer Straße in Richtung Bruchhof auf der Richtungsfahrbahn nach Homburg. Damit ist die Bahnbrücke von und nach Erbach als wichtiger Knotenpunkt nun wieder aus allen Richtungen befahrbar.

Für Homburg bedeutet das Ende der Baustelle aber nicht das Ende von Einschränkungen, denn: Die Baustelle auf der L 119, der Straße auf der Windschnorr in Limbach, steht in den Startlöchern. Und das bedeutet vor allem für den Berufs-Pendelverkehr zwischen Homburg und der Zufahrt zur A8 und damit zum Autobahnkreuz Neunkirchen Veränderungen im Verkehrsfluss – auch verbunden mit Verkehrsbeeinträchtigungen für den überregionalen Verkehr von und nach Homburg. Im Gegensatz zu den ursprünglichen Planungen wird dabei die Vollsperrung der L 119/Windschnorr im Bereich des Kreisels am Ortseingang Limbach nicht am Anfang der Großbaustelle, sondern am Ende stehen. „Im Zuge der verkehrstechnischen Abstimmungen mit allen Beteiligten hat sich ergeben, dass die aktualisierte Ablaufplanung aus logistischen Gründen die sinnvollsten ist“, so Klaus Kosok, Pressesprecher des Landesbetriebs für Straßenbau (LfS) als Träger der Baumaßnahme.

Konkret bedeutet dies, dass diese für Homburg wesentliche Maßnahme, eben die Sperrung der L 119 in Höhe des Kreisels auf einem der Haupt-Zubringer zur Stadt, nach gegenwärtigem Stand der Planungen zwischen dem 3. und dem 30. Juni stattfinden wird. Mit Blick auf diese nun konkretisierten Zeitangaben verwies Klaus Kosok nachdrücklich darauf, dass äußere Umstände – wie bei jeder Baumaßnahme – hier durchaus zu zeitlichen Verschiebungen führen könnten.

Im Überblick gestalten sich die Arbeiten nun so: geplanter Bauauftakt ist, wie schon mehrfach angekündigt, der 6. Mai. Der aktualisierten Reihenfolge der Bauabschnitte folgend beginnen die Arbeiten mit der Sanierung der L 222 (Ost-Umgehung) im Limbacher Innerortsbereich zwischen den Einmündungen der Straßen „Im Dintental“ und „In den Stockgärten“. Hier sollen die Arbeiten bis zum 19. Mai abgeschlossen sein. Danach geht es in den zweiten Abschnitt. Betroffen ist hier nochmal die L-222, diesmal zwischen der Straße „In den Stockgärten“ und dem Kreuzungsbereich der L-114, der Hauptstraße in Limbach. Dieser Abschnitt ist noch einmal unterteilt in Arbeiten an der L-114 im Kreuzungsbereich mit der L-222 sowohl in Richtung Limbach als auch in Richtung Altstadt. Diese haben folgende Einschränkungen für den Verkehr zur Folge: Zum einen eine halbseitige Sperrung der L-114 von Limbach nach Altstadt in Fahrtrichtung Altstadt vom 20. bis zum 23. Mai und eine halbseitige Sperrung der L-114 von Altstadt nach Limbach in Fahrtrichtung Limbach in der Zeit vom 24. bis zum 30. Mai. Auch diese Arbeiten betreffen den überörtlichen Verkehr zwischen Homburg und der Autobahn, so die Route zwischen dem Autobahnanschluss Homburg/Bexbach über Altstadt und Limbach in Richtung A 8-Autobahnanschluss Kohlhof sowie den Pendelverkehr über diese Strecke von und nach Neunkirchen. Zusätzlich erfolgt in diesem Bereich am Wochenende vom 31. Mai bis zum 2. Juni eine Vollsperrung der L 114 im Kreuzungsbereich der L 222 in beiden Fahrtrichtungen.

Ab Anfang Juni kommt es dann zur besagten Sperrung der Straße „Auf der Windschnorr“/L 119 im Bereich des Limbacher Kreisels. Bis Ende Juni sollen hier die Arbeiten laufen. Diese Sperrung wird deutlichen Einfluss auf den Verkehr von und nach Homburg haben, ist die L 119 doch in diesem Bereich eine der meist befahrenen Straßen in der Region. Über sie läuft inzwischen ein erheblicher Teil des Pendlerverkehrs in Richtung Autobahn A8, ins Bliestal und nach Saarbrücken. Sinnvolle Umleitungen sind hier zum einen der Autobahnanschluss der A6 „Homburg/Bexbach“ als weiträumige Ausweichstrecke, zum anderen die Strecke über Beeden und die Zweibrücker Straße in Limbach von und zur L 119 in Limbach sowie der Anschluss an die Autobahn A8 in Einöd. Im innerörtlichen Bereich von Limbach und Altstadt kann man die Baustelle über die Homburger Straße in Altstadt mit Anbindung an die Ortsstraße und dann an die L-114 in Limbach nutzen. Von anderen, inoffiziellen „Schleichwegen“ innerhalb Limbachs raten die Verantwortlichen ab, hier könnten Probleme mit den Anwohnern entstehen.

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