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Baumfällung: Stadt weist Kritik zurück

Baumfällung: Stadt weist Kritik zurück

Auch die Stadt möchte Bäume erhalten, schon aus Kostengründen werde nur so viel gefällt wie nötig. So reagiert die Verwaltung auf Vorwürfe der Grünen.

Die Stadt Homburg weist Vorwürfe der Homburger Grünen zurück. Diese hatten die Fällung von 300 Roteichen in der Berliner Straße als "völlig überzogen" kritisiert.

Es sei sicherlich lobenswert, wenn die Grünen sich für den Erhalt der städtischen Bäume einsetzten, schreibt nun die Stadt. Dieses Bemühen stehe im Einklang mit den Zielen der Grünflächenabteilung, die den städtischen Baubetriebshof mit den Baumfällungen an der Berliner Straße beauftragt hatte. "Solchen Aufträgen gehen örtliche Kontrollen durch qualifizierte Fachkräfte voraus. Dabei werden die Bäume und Waldränder auf Bruch- und Standsicherheit nach gerichtlich anerkannten Verfahren überprüft und beurteilt", so die Stadt weiter.

Die Waldrandbäume an der Berliner Straße hätten eine enorme Schräglage Richtung Fahrbahn eingenommen, dadurch sei es zu einer Gefährdung des Straßenverkehrs gekommen. Daher habe es keinen Entscheidungsspielraum gegeben, zumal bereits ein Baum auf die Fahrbahn gefallen sei, hieß es in den Ausführungen. Und: "Bei Schnee- und Eislast auf den Ästen im Winter sowie bei dichter Belaubung im Sommer verstärkt sich die Gefahrenlage erheblich." Bei der Kontrolle von Baumbeständen sei zwar die Verkehrssicherheit vorrangig zu beurteilen, jedoch stehe ebenso die Erhaltung und Entwicklung der Einzelbäume beziehungsweise Waldränder im Fokus. "Nur so viele Fällungen vorzunehmen wie nötig - schon aus Kostengründen - ist oberstes Gebot. Mit dem Verkauf des Holzes können die Fällkosten solcher Maßnahmen nämlich nicht gedeckt werden." Ohne selbst die Verantwortung zu tragen und in Unkenntnis der dortigen Situation seien solche Äußerungen unanständig, so die Stadt zur Darstellung des Grünen Marc Piazolo. Durch eine Nachfrage bei der Grünflächenabteilung hätte dieser unsachliche Vorwurf gegen die Stadtverwaltung sicher vermieden werden können, hieß es.

Die Baumfällarbeiten entlang der B 423 in Richtung A 6 sowie entlang des Bahndamms in Richtung Limbach erfolgten im Auftrag der Deutschen Bahn AG, des Saarforstes sowie des Landesbetriebs für Straßenbau (LfS).