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Bäume auf La-Baule-Platz Homburg mussten gefällt werden

Sicherheitsrisiko : Mehrere Bäume auf La-Baule-Platz gefällt

Die Robinien waren von innen verfault und nicht mehr zu retten, sagt die Stadt. Auch bei weiteren Bäumen auf dem Homburger Innenstadtplatz sieht es nicht gut aus.

Eigentlich merkt man oft erst dann, wie sehr ein Baum einen Platz prägt, wenn er nicht mehr da ist. Es kommt aber eben immer einmal wieder vor, dass man nichts mehr weiter tun kann, als mit der Säge anzurücken. Denn auch Bäume werden krank.

So ist das auch auf dem La-Baule-Platz in der Homburger Innenstadt. Hier mussten aktuell vier Bäume gefällt werden, teilte jetzt die Stadt mit. Die Fällarbeiten waren von der städtischen Abteilung für Umwelt und Grünflächen aus Sicherheitsgründen angeordnet worden. Die Bäume waren von innen heraus gefault und eine Rettung nicht mehr möglich, führt die Stadt aus. Es sind Robinien, die hier stehen und standen, übrigens der Baum des Jahres 2020. Vor 300 Jahren kam die Robinie aus Nordamerika in unsere Gefilde, mittlerweile ist sie auch bei uns verbreitet und gilt an sich als ziemlich zäh. Allerdings hätten die Robinien an dieser Stelle mit 30 Jahren für Stadtbäume auch ihre Altersgrenze erreicht, erklärt die Stadt.

Die Bäume, die jetzt gefällt wurden, waren nicht nur im Bereich der Stammfüße, des Stammes oder des Stammkopfes stark eingefault, sondern zum Teil schon mit holzzerstörenden Pilzen besiedelt gewesen. Die Möglichkeiten, die Bäume durch einen erneuten Rückschnitt zu erhalten, seien dabei ausgereizt gewesen. Die Standsicherheit der betroffenen Bäume sei bereits erheblich eingeschränkt gewesen. Weil man das schon wusste, hatte man in der Weihnachtszeit auch darauf verzichtet, hier eine Beleuchtung anzubringen. Ein Baum aus der betroffenen Reihe sei bereits 2019 auseinander gebrochen, ein großer grüner Ast war auf ein Fahrzeug gefallen, hatte dieses beschädigt. Allerdings sei hier ein Sturm schuld gewesen. An dessen Stelle wurde im vergangenen Jahr ein junger Baum nachgepflanzt. Und auch schon Jahre zuvor habe man einmal einen der Bäume hier ersetzt.

Die Wurzelstöcke der nun gefällten vier Robinien werden zeitnah ausgefräst. Dieser Auftrag sei bereits erteilt. Anschließend sollen in den nächsten Wochen entsprechende Bäume wieder nachgepflanzt werden, bestellt seien sie bereits. Das werden aber keine Robinien, sondern Eisenholzbäume sein, die langsam und schmaler wachsen. Die Robinie habe nämlich eine ziemlich große Krone. Das sei an der Stelle deswegen ein Nachteil, weil diese in den Verkehrsraum hineinrage, zudem die Schaufenster stark beschatte. Deshalb hatte man hier in der Vergangenheit schon öfter zurückschneiden müssen. Was den Robinien ebenfalls zugesetzt habe, war aber die Trockenheit

Aufgefallen waren die Schäden laut Stadt bei einer der üblichen Kontrollen. Zu denen sei man aus Gründen der Verkehrssicherheit verpflichtet, erläutert die Pressestelle. Es gebe dazu eigens einen Baumkontrolleur, der unterwegs sei, um städtische Bäume regelmäßig zu untersuchen, gerade auch dann, wenn sie etwa vor Kindergärten, Schulen, an wichtigen Wegen stehen. Im Wald übernehme diese Kontrolle eine Fremdfirma.

Die Bäume waren von innen heraus verfault. Foto: Uwe Gebauer/Stadt
Die Bäume waren stark angegriffen. Foto: Uwe Gebauer/Stadt

Wenn es sich um besonders markante Bäume handele, dann versuche man natürlich, diese irgendwie doch noch zu retten. Bei den Robinien auf dem La-Baule-Platz sei dies aber bereits ausgereizt gewesen. Aber nicht nur das: Auch für die Baumreihe, die noch steht, sehe es nicht gut aus. Auch diese Bäume seien „von schlechter Vitalität“ und leiden unter der Trockenheit der vergangenen Jahre, hieß es weiter.