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Ausgangsregeln in Homburg, Bexbach, Kirkel werden überwacht

Kostenpflichtiger Inhalt: Homburg vor dem Osterwochenende : Parkflächen und einige Wege bleiben gesperrt

In Homburg und Kirkel werden die Sicherheitsvorkehrungen wegen der Corona-Beschränkungen von Karfreitag an verstärkt.

Die Osterfeiertage stehen unmittelbar vor der Tür. Und die könnten in Sachen Durchsetzung von Ausgangsbeschränkungen die Kommunen vor eine große Herausforderung stellen, denn: Ostern ist Ausflugszeit. Vor diesem Hintergrund reagieren die Verantwortlichen in Homburg auf den Verlauf des vergangenen Frühlingswochenendes und verschärfen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

So sperrt die Stadt Homburg bereits am Karfreitag, wie Startpressesprecher Jürgen Kruthoff im Gespräch mit unserer Zeitung erklärte, die Parkplätze am Jägersburger Brückweiher, Teilbereiche von Parkflächen an der Hohenburg (die Zufahrt zum Schlossberg-Hotel bleibt offen) und die Parkzone Brunnenstraße/Stadtpark. Damit solle vor allem touristischer Ausflugsverkehr von außerhalb unterbunden werden, so Kruthoff, der allerdings versichert: „Natürlich können Anwohner dort spazieren gehen.“

Eine solche Sperrung von Parkzonen an kritischen Punkten hatte schon am vergangenen Wochenende der leitende Polizeidirektor Peter Fuchs, Leiter der Direktion Gefahrenabwehr/Einsatz des Landespolizeipräsidiums, angeregt. Zu diesem Zeitpunkt hatte man diese Option bei der Stadt Homburg lediglich erwogen, aber noch nicht umgesetzt. Nun also wird man diese Karte spielen – nicht zuletzt deswegen, weil gerade am Jägersburger Weiher am vergangenen Wochenende viele Besucher von deutlich außerhalb unterwegs waren.

Fuchs hatte bei seinem Termin vor Ort ebenfalls angekündigt, dass Kommunen und Landespolizei auch an den Osterfeiertagen wieder verstärkt die Ausgangsbeschränkungen kontrollieren und den seit dem 1. April geltenden Bußgeldkatalog durchsetzen werden. „Wir werden seitens der saarländischen Polizei an diesen Osterfeiertagen mit einer hohen Präsenz unterwegs sein.“

Grundsätzlich wird an den Oster-Feiertagen die Homburger Ortspolizeibehörde, sie ist für die Durchsetzung des Bußgeldkatalogs zuständig, an den Brennpunkten präsent sein. Jürgen Kruthoff: „In jedem Fall wird der kommunale Ordnungsdienst im Einsatz sein und wieder die entsprechenden Punkte kontrollieren, verstärkt den Jägersburger Weiher, den Schlossberg, den Stadtpark und andere zentrale Orte.“

Das Ordnungsamt solle so die Allgemeinverfügung durchsetzen und werde entsprechend auch den neuen Bußgeldkatalog anwenden. In den zurückliegenden Tagen sei dies, so Kruthoff einige Male geschehen. Dem entsprechend seien Personendaten aufgenommen worden und die entsprechenden Vorfälle zur weiteren Bearbeitung an die Bußgeldstelle des Saarpfalz-Kreises weitergeleitet worden.

Einen aufmerksamen Blick hat man auch in Kirkel auf die Lage an den kommenden Feiertagen – nicht ohne Grund. Denn an den attraktiven Orten in der Gemeinde, vor allem im Bereich des Premiumwanderwegs „Tafeltour“ und entlang des Felsenpfades hatte es am vergangenen Wochenende Szenen gegeben, die laut Gemeinde so nicht vertretbar gewesen seien. Deswegen seien diese beiden Wanderwege nun gesperrt, einschließlich der Kletterfelsen (siehe auch Bericht auf der Seite C 3).

Und wie siehts in Bexbach aus? Auch am Höcherberg gibt es Ziele, die einen Ausflug lohnen: Blumengarten, Aloys-Nesseler Platz, Stadtmitte, Grüne Lunge. Bürgermeister Christian Prech kündigte hier weiterhin verstärkte Kontrollen seitens seines Ordnungsamtes an. Er äußerte aber auch die Hoffnung, dass sich die Bexbacher wie am vergangenen Wochenende an die Auflagen und Ausgangsbeschränkungen halten werden. „Ich bin da sehr stolz auf die Bürger.“ Grundsätzlich wähle man beim Umgang mit kritischen Situationen die Ansprache und Einsicht. Nur wenn man auf ganz Unbelehrbare stoße, reagiere man anders. Dies sei aber am vergangenen Wochenende nicht nötig gewesen. Insgesamt gelte es für die Mitarbeiter der Bexbacher Ortspolizeibehörde, situationsabhängig zu agieren.

Einsatzkräfte der Landespolizei unterstützen die kommunalen Ordnunsgdienste. Foto: Thorsten Wolf

Nach dem vergangenen Wochenende, welches für die Sicherheitskräfte auch eine Art Testlauf für die nun anstehenden Osterfeiertage darstellte, darf man jetzt gespannt sein, wie die Menschen in der Region nun mit den vier freien Tagen umgehen werden. Bleibt es weiterhin weitgehend ruhig, zeigen sich die Menschen vernünftig und beachten sie die Auflagen (siehe Infokasten) oder treibt es den einen oder anderen doch grundlos vor die eigene Haustür?