Auf Zeitreise in Homburg

Homburg. Wie war das eigentlich, als Scherenschleifer umherzogen, Buchbinder und Hutmacher zum Alltag gehörten, als in der Schule noch in Sütterlinschrift geschrieben wurde und Pferdekutschen das Stadtbild prägten? Wer Antworten auf diese Fragen sucht, der ist am Wochenende in Homburg richtig

Homburg. Wie war das eigentlich, als Scherenschleifer umherzogen, Buchbinder und Hutmacher zum Alltag gehörten, als in der Schule noch in Sütterlinschrift geschrieben wurde und Pferdekutschen das Stadtbild prägten? Wer Antworten auf diese Fragen sucht, der ist am Wochenende in Homburg richtig. Bereits zum sechsten Mal lässt die Stadt jeweils von zehn bis 18 Uhr auf dem historischen Marktplatz beim Nostalgiemarkt 1900 alte Zeiten wieder neu aufleben. Dabei werden das alltägliche Leben von damals dargestellt und zum Beispiel eine Vielzahl traditioneller Handwerksberufe präsentiert, vom Schmied bis zum Schreiner. Auch kostenlose Fahrten mit der Pferdekutsche und einen Blick auf die Schulzeit vor hundert Jahren soll es geben. Neu bei dieser besonderen Form der Zeitreise ist ein Antiquitätenmarkt am Sonntag in der Eisenbahnstraße, sagt Petra Ney vom Homburger Stadtmarketing. Hier wird Besonderes aus den Jahren 1900 bis 1930 verkauft: von Spielzeug über Möbel bis zum Geschirr. Die privaten Anbieter wurden dabei sorgfältig ausgewählt. "Die Dinge mussten genau in die Zeit passen." Schließlich solle sich das Ganze "von einem normalen Flohmarkt unterscheiden", betont Petra Ney. Zum ersten Mal können sich die Marktbesucher auch gemeinsam mit Klaus Friedrich auf historische Stadtrundgänge begeben. Unter dem Motto "Goldene weiß-blaue Zeiten" geht es am Samstag um 14 Uhr und am Sonntag um elf Uhr jeweils Am Rondell los auf diese besondere Entdeckungsreise. Am Sonntag, 11.30 Uhr, hat die Sherlock-Holmes-Gesellschaft ihren Auftritt. In historischen Kostümen werden sie aus der Zeit des Meisterdetektivs erzählen, kündigt Ney an. Das genaue Programm liegt in vielen Geschäften und im Rathaus aus. Zu beachten ist: Wegen des Nostalgiemarkts wird heute der Wochenmarkt zum Teil auf den Parkplatz vor der Hohenburgschule verlegt. ust