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Auf den Spuren von Siebenpfeiffer und Wirth

Historischer Rundgang in Homburg : Auf den Spuren von Siebenpfeiffer und Wirth

Wo Siebenpfeiffer als Gefangener seine letzte Nacht in Homburg zubrachte. Wo Wirth tatsächlich in Nachthemd und mit Schlafmütze auf dem Kopf dem Homburger Bürgermeister und seiner Gendarmerie Widerstand leistete.

Wo der protestantische Dekan Weber – nach Auffassung von Bayernkönig Ludwig I. „ein Wolf im Schafspelz“ – seinen Wein lagerte und die Homburger Bürger sich sammelten, um mit Pferdefuhrwerken zum Hambacher Fest zu fahren: Episoden wie diese gehören mit zu dem Rundgang durch die Homburger Innenstadt, zu dem am Donnerstag, 16. September, die Siebenpfeiffer-Stiftung einlädt. Die Exkursion gilt jenen Schauplätzen, an denen im Vorfeld des Hambacher Festes in den Jahren 1830 bis 1832 ein Stück Geschichte geschrieben wurde.

„Das Homburger Völkchen ist äußerst liberal“, schrieb Georg Fein, der als Redakteur bei der „Deutschen Tribüne“ in Homburg arbeitete, 1832 in einem Brief an seine Mutter, und Feins Feststellung ist auch das Motto der Stadtführung. Die Tour zu den einschlägigen Schauplätzen der Ereignisse um Siebenpfeiffer und Wirth wird aber kein gewöhnlicher Rundgang durch die Innenstadt. Vielmehr erwartet die Teilnehmer eine inszenierte Kostümführung; Monika Link aus Zweibrücken wird als „Regina Wirth“, also der Ehefrau von Johann Georg August Wirth, in zeitgenössischer Bekleidung Revue passieren lassen, was sie in ihrer stürmischen Homburger Zeit zwischen 1832 und 1834 so alles erlebt hat, während ihr streitbarer Gatte die meiste Zeit hinter schwedischen Gardinen einsaß. Die Stationen der von ihr geleiteten Begehung sind etwa das Terrain, auf dem sich einst Siebenpfeiffers Wohnung und auch das „Landcommissariat“ befanden, die Druckerpresse, auf der die Wirths „Tribüne“ zeitweise gedruckt wurde, das Gasthaus Cappel, in dem das erste von zahlreichen „Festbanketten“ stattfand, das Gebäude, in dem Wirth arbeitete und mit seiner Familie lebte und schließlich auch der Freiheitsbrunnen am Rondell. Die Teilnahme daran ist kostenlos, Ausgangspunkt ist „Glockenschlag sechs Uhr nachmittags“ das Außengelände des Siebenpfeiffer-Hauses, Kirchenstraße 8 (gegenüber der protestantischen Stadtkirche). Die Begehung dauert etwa anderthalb Stunden.

Anmeldung bei Ute Klosendorf unter Telefon (0 68 41) 1 04 84 19, E-Mail: Ute.Klosendorf@saarpfalz-kreis.de. Es gelten die aktuellen Hygiene- und Abstandsregeln. Im Foyer des Siebenpfeiffer-Hauses ist das Tragen einer Maske geboten. Negativtest oder Impfbescheinigung sind erforderlich