Auf Amerikas Spuren in Homburg

Homburg. Eine ungewöhnliche Soiree lädt am 14. Oktober zu allerlei Begegnungen mit einem spannenden Kapitel der deutsch-amerikanischen Geschichte ein.1783, vor genau 225 Jahren, wurde im Frieden von Paris die Unabhängigkeit der USA besiegelt

Homburg. Eine ungewöhnliche Soiree lädt am 14. Oktober zu allerlei Begegnungen mit einem spannenden Kapitel der deutsch-amerikanischen Geschichte ein.1783, vor genau 225 Jahren, wurde im Frieden von Paris die Unabhängigkeit der USA besiegelt. Erkämpft worden war sie bereits zwei Jahre zuvor in der Schlacht um Yorktown (Virginia), unter anderem mit Hilfe jenes Freiwilligenregiments "Royal Deux-Ponts", dessen Angehörige aus diesem Grund bis heute in den Vereinigten Staaten als die "unbesungenen Helden der Amerikanischen Revolution" geehrt werden. Aufgestellt worden war das auf Seiten George Washingtons kämpfende Regiment, das in der regionalen und deutschen Geschichte ebenso seine Spuren hinterließ wie in den Annalen Europas und der Vereinigten Staaten, auch in Homburg: Dort nämlich konnte man auf allerlei Quartiere, Magazine und ein großes Militärlazarett zurückgreifen, die noch aus jener Zeit stammten, als die heutige Kreis- und Universitätsstadt nach Plänen Vaubans zu einer imposanten Großfestung ausgebaut worden war. Aufgrund der großen Nachfrage besteht am kommenden Dienstag, 14. Oktober, erneut die Gelegenheit, an dem eigens für Homburg konzipierten Rundgang "Mit dem Nachtwächter nach Amerika" sowie an einer ungewöhnlichen Soiree in der Stadtbücherei/Stadtcafé im Alten Rathaus teilzunehmen. So können sich die Gäste in der vormaligen Kommandantur am historischen Marktplatz um 19 Uhr zunächst auf einen szenischen Vortrag und kulinarische Kostproben aus der Zeit Friedrichs des Großen und George Washingtons freuen. Im Anschluss daran nimmt ein Veteran des Regiments "Royal Deux-Ponts" die Teilnehmer des "Nachtwächter"-Rundgangs auf eine Zeitreise in das Homburg des 18. Jahrhunderts mit und erschließt ihnen neben zahlreichen, ansonsten weitgehend verborgenen Originalschauplätze eine Welt zwischen Rokoko und Revolution und verblüffende Einsichten und Ausblicke. Da die Teilnehmerzahl aus organisatorischen Gründen begrenzt und das Interesse an der Soiree erfahrungsgemäß groß ist, wird eine rechtzeitige Anmeldung dringend empfohlen. redAnmeldungen unter der Telefonnummer (06841) 101 681 (Stadtbibliothek Homburg). Im Kostenbeitrag von neun Euro pro Person enthalten sind ein szenischer Vortrag, diverse kulinarische Kostproben nach überlieferten Rezepten sowie die Teilnahme an der Kostümführung.