Auch weite Anreisen lohnen sich

Einöd · Bei den Saarlandmeisterschaften der Frauen spielten am Wochenende 32 Mannschaften in vier Altersstufen in Einöd Beachsoccer. Beim Fußball auf Sand störte auch der gelegentliche Regen die vielen Gäste nicht so sehr.

 Zentimeter vor der Torlinie: Bei den Damen trifft hier gerade die SG Eintracht Kaiserslautern (in Grün) im Spiel gegen die SG Freihnacht Wienau. Beim Beachsoccer kann es vor dem Tor auch mal richtig eng werden.Fotos: Stefan Holzhauser

Zentimeter vor der Torlinie: Bei den Damen trifft hier gerade die SG Eintracht Kaiserslautern (in Grün) im Spiel gegen die SG Freihnacht Wienau. Beim Beachsoccer kann es vor dem Tor auch mal richtig eng werden.Fotos: Stefan Holzhauser

Eine Woche nach den Männern haben am Samstag und Sonntag auch die Mädchen und Frauen im Sportzentrum der Spvgg. Einöd-Ingweiler erstmals ihre Saarlandmeister des Saarländischen Fußball-Verbandes im Beachsoccer ermittelt. Es gab gegenüber dem Männer-Turnier eine große Änderung. So wurde nicht ausschließlich im Sand gespielt, sondern auch auf dem benachbarten Kunstrasenplatz. Außerdem gibt es im Gegensatz zu den Männern bei den Mädchen und Frauen keine überregionalen Meisterschaften.

Den Auftakt bildete am vergangenen Samstag das Turnier der B-Mädchen. Im letzten Spiel kam es auf dem Kunstrasen zur alles entscheidenden Partie zwischen dem SV Ober-Olm und dem SC Siegelbach. Ober-Olm ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Mainz-Bingen. Der SV war in der abgelaufenen Saison Meister der Bezirksliga Rheinhessen geworden, SC Siegelbach aus dem Nordwesten von Kaiserslautern war in der Regionalliga Fünfter geworden.
"Eine super Veranstaltung"

Ober-Olm gewann dieses letzte Spiel im Modus "Jeder gegen jeden" mit 1:0 und erzwang damit ein Siebenmeterschießen der nun punktgleichen Mannschaften, das ebenfalls mit 4:3 gewonnen wurde. "Unsere Sieggarantin war Torhüterin Keisha Boakye, die den alles entscheidenden Siebenmeter hielt und vorher selbst getroffen hatte", erzählte Ober-Olms Trainer Oliver Arnold und ergänzte: "Es war eine super Veranstaltung. Von daher haben wir auch gerne die ziemlich weite Anreise mit insgesamt zweieinhalb Stunden Fahrtzeit auf uns genommen."

Sein Siegelbacher Trainer-Kollege Volker Zimmer nahm die knappe Niederlage sportlich hin: "Wir haben alle Spielerinnen eingesetzt und das Wir-Gefühl gestärkt. Auch mir hat das Turnier insgesamt gut gefallen. Allerdings wäre etwas weniger Sand in der Beach-Arena ratsamer gewesen, um mehr das Fußballspielen zu fördern." Dritter und damit inoffizieller Saarlandmeister wurde der FFC Dudweiler.

Der Samstag wurde dann mit dem Turnier der Frauen fortgesetzt. Das Finale auf Sand gewann der SV Bettenfeld mit 3:2 gegen den SV Bliesmengen-Bolchen. Der SV Ixheim schlug im Spiel um Platz drei die DJK Oppau - Oppau liegt bei Mannheim - mit 3:1. Bettenfeld liegt in der südlichen Vulkaneifel. Auch die Spielerinnen der in der Vorrunde ausgeschiedenen SG Freihnacht Wienau mussten öfters die Frage beantworten, wo Wienau liegt. Es ist ein Stadtteil von Dierdorf im Landkreis Neuwied.

Am Sonntag siegte dann bei den D-Mädchen Eintracht Lambsheim vor dem SV Ludweiler und der Spvgg. Einöd-Ingweiler. Und bei den C-Juniorinnen hatte der 1. FFC Niederkirchen vor dem FC Bitburg und dem inoffiziellen Saarlandmeister Spvgg. Einöd-Ingweiler die Nase vorn. "Trotz des Fritz-Walter-Wetters war es ein gutes Turnier", sagte Jenny Wannemacher aus dem Organisations-Stab.