Armstrong zum Leben erweckt

Homburg. Besser hätte es für die Veranstalter des Homburger Jazz-Frühschoppens am vergangenen Samstag kaum laufen können: Inmitten eines zunehmend herbstlich werdenden Wetters hatte sich der Spätsommer zurückgemeldet und verschaffte der samstäglichen Konzertveranstaltung auf dem historischen Markplatz genau das, was sie brauchte: herrlichen Sonnenschein

Homburg. Besser hätte es für die Veranstalter des Homburger Jazz-Frühschoppens am vergangenen Samstag kaum laufen können: Inmitten eines zunehmend herbstlich werdenden Wetters hatte sich der Spätsommer zurückgemeldet und verschaffte der samstäglichen Konzertveranstaltung auf dem historischen Markplatz genau das, was sie brauchte: herrlichen Sonnenschein.Dementsprechend gut gefüllt präsentierte sich die Spielstätte und dementsprechend gut gelaunt auch die zahlreichen Gäste. Zu deren guter Laune trug zu einem nicht unerheblichen Anteil die Louis Armstrong Revival Band bei. Dem einen oder anderen aufmerksamen Besucher mag dabei aufgefallen sein, dass der gekonnt moderierende und ebenso gekonnt aufspielende Bandleader Alexander Katz in dieser Saison nicht zum ersten Mal auf der Bühne des Jazz-Frühschoppens stand. Und richtig: Schon beim Auftritt der Louis Prima Revival Band hatte Katz einen bleibenden, guten Eindruck hinterlassen. Am Samstag nun war es Louis Armstrong alias "Satchmo", der musikalisch wiederbelebt wurde - wobei Satchmo für wahre Jazzfans nie wirklich das Zeitliche gesegnet hat. Armstrongs Arrangements und Kompositionen sind legendär, nicht minder legendär seine Singstimme und seine unvergesslichen und leider viel zu seltenen Auftritte im einen oder anderen US-amerikanischen Filmhit. Und es ist natürlich sein wegweisendes Trompetenspiel, dass ihn zu einer der wahren Jazzgrößen des vergangenen Jahrhunderts gemacht hat. Kein leichtes Erbe für die Louis Armstrong Revival Band. Doch die Reanimation gelang mit Bravour, jedes Fünkchen mehr Leben im Klangkörper von Armstrong wurde von den Gästen auf dem historischen Homburger Marktplatz mit Applaus gefeiert. Natürlich ließen es sich die Wiederbelebungsspezialisten nicht nehmen, einen der populärsten Armstrong-Klassiker erklingen zu lassen. Mit "What a wonderful World", sowohl im Satchmo-Sologesang und als auch an der Trompete eindrucksvoll präsentiert, sprachen sie dabei wohl den meisten Gästen des Samstags aus dem Herzen. Am kommenden Wochenende sagt der Homburger Jazz-Frühschoppen nicht wirklich leise "Servus": Zum Finale haben sich die Organisatoren um Paul Schönborn "en Haufe Leit" aus Darmstadt eingeladen - keine schlechte Idee für eine stimmungsvolle Abschlussparty.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort