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Arbeitslosenzahlen im Saarpfalz-Kreis zurückgegangen

Arbeitsmarkt Homburg : Weniger Arbeitslose in der Region

Die Lage am Arbeitsmarkt hat sich im abgelaufenen Monat September leicht aufgehellt. In der Region Homburg waren 5,8 Prozent ohne Arbeit.

Im Saarland hat sich die Arbeitslosenzahl von August auf September verringert. Diese Entwicklung ist saisonal üblich. Der aktuelle Bestand liegt wie schon in den vorangegangenen Monaten deutlich über dem Vorjahreswert.

„Die Arbeitslosigkeit ist von August auf September zurückgegangen, und die Unternehmen meldeten mehr offene Stellen“, bilanziert Madeleine Seidel, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Saarland, und erläutert: „Dass wir den fünften Monat in Folge wieder einen höheren Zugang an gemeldeten Arbeitsstellen verzeichnen, deutet auf eine langsame Stabilisierung des Arbeitsmarktes hin. Positiv ist auch, dass im aktuellen Monat mehr Menschen ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer neuen Beschäftigung beenden konnten. Die Zahl der Abgänge in Erwerbstätigkeit liegen deutlich über dem Vormonatswert und auch höher als in den Vorjahren.“

Im Saarpfalz-Kreis waren im aktuellen Monat 4453 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 166 weniger als im August. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter über ein Viertel Arbeitslose mehr gemeldet (plus 954). Die Arbeitslosenquote lag mit 5,8 Prozent um 0,2 Prozentpunkte unter dem Wert des Vormonats und um 1,3 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahres. In der Geschäftsstelle Homburg (Bexbach, Homburg, Kirkel) waren im September 3325 Arbeitslose (plus 743 zum Vorjahr) gemeldet. Die Arbeitslosenquote liegt bei 5,8 Prozent. In der Geschäftsstelle St. Ingbert sind es 1128 Arbeitslose (plus 211 zum Vorjahr), die Arbeitslosenquote liegt hier bei 5,8 Prozent.

Bei der Agentur für Arbeit ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 26 auf 2121 gesunken. Das waren fast 41 Prozent mehr als vor einem Jahr. Bei den Jüngeren unter 25 Jahren lag die Arbeitslosigkeit bei 227, das waren 18 weniger als im Vormonat. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr ist bei den unter 25-Jährigen besonders deutlich ausgeprägt (plus 56,6 Prozent). Die Zahl der Arbeitslosen in der Altersgruppe 50plus betrug 922. Sie ist gegenüber dem Vormonat um neun gesunken und gegenüber dem Vorjahr um 157 gestiegen.

Beim Jobcenter im Saarpfalz-Kreis waren im September 2332 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 140 weniger als im August. Damit lag die Zahl der Arbeitslosen um 339 über dem Vorjahreswert. Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren lag im September bei 188. Sie hat sich gegenüber dem Vormonat um 21 verringert, gegenüber dem Vorjahr um 35 erhöht. Weniger als die Hälfte der beim Jobcenter registrierten Arbeitslosen ist langzeitarbeitslos, also bereits länger als ein Jahr gemeldet. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen betrug im September 1092. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Anstieg um fast ein Viertel.

Unternehmen der Region haben im September insgesamt 221 Stellen zur Besetzung gemeldet, vier mehr als im August und 144 weniger als vor einem Jahr. Seit Jahresbeginn wurden 2024 offene Stellen gemeldet, 833 weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Aktuell stehen 1041 freie Jobs zur Besetzung zur Verfügung. Damit liegt der Stellenbestand über ein Fünftel niedriger als im Vorjahr.

Seit Beginn der Corona-Krise haben insgesamt 1867 Unternehmen im Saarpfalz-Kreis Kurzarbeit für 31 488 Beschäftigte angezeigt. Die Anzeigen für Kurzarbeit bedeuten jedoch nicht automatisch deren Realisierung, so die Arbeitsagentur weiter.

Daten über den Umfang der realisierten Kurzarbeit werden mit einer Wartezeit veröffentlicht, da hiermit eine sichere Statistik auf vollzähliger Basis mit hoher Datenqualität gewährleistet ist. Um möglichst zeitnah Zahlenmaterial zur Verfügung stellen zu können, werden Hochrechnungen auf Basis der vorläufigen Daten vorgenommen. Hochgerechnete Daten auf Landkreisebene zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf den Arbeitsmarkt liegen für die Monate März und April vor.

Nach den aktuellsten Hochrechnungen haben im März 707 Unternehmen der Region für 4285 Beschäftigte Kurzarbeit umgesetzt. Im April waren es 1236 Betriebe, die für 14 504 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Kurzarbeit umgesetzt haben.