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Arbeitslosenzahlen im Raum Homburg leicht zurückgegangen

Der Arbeitsmarkt in der Region Homburg : Arbeitsmarkt hat sich im Dezember insgesamt leicht eingetrübt

Die Agentur für Arbeit Saarland zählte im Dezember 3569 Arbeitslose im Saarpfalz-Kreis. Die Zahl der arbeitslosen Frauen und Männer ist gegenüber dem Vormonat um 191 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter 163 beziehungsweise 4,4 Prozent weniger Arbeitslose gemeldet.

Die Arbeitslosenquote lag bei 4,6 Prozent und damit 0,2 Prozentpunkte über dem Wert des Vormonats und 0,3 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahresmonats.

Im Bereich der Geschäftsstelle Homburg, zu dem auch Bexbach und Kirkel gehören, waren im Dezember 2618 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet, ein Minus von 135 im Vergleich zum Vorjahr. Die Arbeitslosenquote liegt hier bei 4,5 Prozent. In Bereich der Geschäftsstelle St. Ingbert gibt es 951 Arbeitslose – 28 weniger als vor einem Jahr, die Arbeitslosenquote liegt bei 4,9 Prozent.

 HOM-IGB-Arbeitsmarkt Dezember
HOM-IGB-Arbeitsmarkt Dezember Foto: SZ/Steffen, Michael

„Nach einer langen Phase einer guten Entwicklung wirken sich jetzt die konjunkturellen und strukturellen Probleme der Saarwirtschaft auf den Arbeitsmarkt aus. Die aktuelle Entwicklung führt zu einem zunehmenden Auseinanderdriften des Arbeitsmarkts. Einer steigenden Arbeitslosigkeit in vielen industriellen Bereichen steht ein wachsender Fachkräftebedarf vor allem im Handwerk, im Dienstleistungsbereich oder in pflegerischen und erzieherischen Berufen gegenüber“, erläutert Jürgen Haßdenteufel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Saarland. „In diesem Zusammenhang wird es häufig darum gehen, dass arbeitslose Menschen sich offen zeigen für eine berufliche Umorientierung, dies auch verbunden mit einer beruflichen Weiterbildung.“

Bei der Agentur für Arbeit ist die Zahl der Arbeitslosen im Dezember um 124 auf 1550 gestiegen, das waren 107 mehr als vor einem Jahr (plus 7,4 Prozent). Bei den Jüngeren unter 25 Jahren stieg die Arbeitslosigkeit um acht auf 118 im Vergleich zum Vormonat und um zehn im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Arbeitslosen in der Altersgruppe über 50 Jahren lag bei 798. Sie hat sich gegenüber dem Vormonat um 33 erhöht und gegenüber dem Vorjahr um zwölf verringert.

Beim Jobcenter im Saarpfalz-Kreis waren im Dezember 2019 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 67 mehr als im November. Damit lag man um rund 270 unter dem Vorjahreswert. Die Zahl der arbeitslosen Jüngeren unter 25 Jahren wurde mit 118 um zwei unter dem Vormonats- und sechs unter dem Vorjahresniveau angegeben. 639 von Arbeitslosigkeit Betroffene waren 50 Jahre und älter. Ihre Zahl hat sich gegenüber dem Vorjahr um 127 verringert. 45,3 Prozent der beim Jobcenter registrierten Arbeitslosen waren gleichzeitig auch langzeitarbeitslos, also bereits länger als ein Jahr gemeldet. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen betrug im Dezember 914. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Rückgang um 19.

Die Unterbeschäftigung lag im Saarpfalz-Kreis im Dezember mit 5338 Personen um 3,9 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Der Anteil der Arbeitslosen an der Unterbeschäftigung betrug 66,9 Prozent. Der Arbeitsmarkt wurde durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen um rund ein Drittel entlastet. In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen abgebildet, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind. Diese Personen werden zur Unterbeschäftigung gerechnet, weil sie für Menschen stehen, denen ein reguläres Beschäftigungsverhältnis fehlt. Es wird unterstellt, dass ohne den Einsatz dieser Maßnahmen oder ohne die Zuweisung zu einem Sonderstatus die Arbeitslosigkeit entsprechend höher ausfallen würde. Mit dem Konzept der Unterbeschäftigung werden etwa Defizite an regulärer Beschäftigung umfassender erfasst. Zudem können die direkten Auswirkungen der Arbeitsmarktpolitik auf die Arbeitslosenzahlen nachvollzogen werden. Im Dezember wurden 280 Stellen zur Besetzung gemeldet, 81 weniger als vor einem Jahr. Seit Jahresbeginn wurden insgesamt 3855 offene Stellen gezählt, 715 weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum; das entspricht einem Minus von 15,6 Prozent. Aktuell stehen 1359 freie Jobs zur Besetzung zur Verfügung. Die meisten Stellenangebote wurden in der Zeitarbeit, im Gesundheits- und Sozialwesen sowie im Handel gemeldet. Auch im Bereich Erziehung und Unterricht, im Dienstleistungsbereich, im Gastgewerbe und im verarbeitenden Gewerbe bestanden gute Beschäftigungsmöglichkeiten.