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Am Samstag wird in Homburg so richtig saubergemacht

Aktionen zum „Cleanup-Day“ : Am Samstag wird auch in Homburg so richtig saubergemacht

Wenn am Samstag, 19. September, weltweit der dritte World-Cleanup-Day stattfindet, werden auch Homburger beim Saubermachen mithelfen. Und zwar auch auf dem zuletzt immer wieder wegen Vandalismus und Vermüllung in die Schlagzeilen gekommenen Homburger Schlossberg.

Das hatte die Grünen-Stadträtin und Beeder Ortsvertrauensfrau Karin Lauer in der Stadtratssitzung vergangene Woche angeregt. Möglichst viele Stadträte, aber wenigstens Mitarbeiter des Baubetriebshofs (BBH) sollten dann beim Saubermach-Tag mithelfen, der der Aktion „Piccobello“ ähnelt, war Lauers Hoffnung. Und im Rathaus reagierte man schnell auf Lauers Idee.

„Besonders freut es uns, dass sich so kurzfristig auch die Stadtverwaltung über den Baubetriebshof zur Abfuhr des gesammelten Mülls am kommenden Samstag bereit erklärt hat. Wir werden natürlich mit von der Partie sein“, teilt Stadtverbandssprecher Marc Piazolo mit.

Drei Treffpunkte zum Saubermachen und Aufräumen von Müll werden laut Stadt nun angeboten. Die erste Gruppe trifft sich unter Leitung von Katrin Lauer um 8 Uhr am Kreuz auf dem Schlossberg, um im Bereich dieser Sehenswürdigkeit Müll einzusammeln. Ein weiterer Treffpunkt ist um 9 Uhr im Berliner Wohnpark in Erbach in der Tempelhofer Straße bei den Altpapier- und Glascontainern. Die dritte Müllsammelaktion startet um 10.30 Uhr am Beeder Brünnchen im Stadtteil Beeden. Die Leiter der Aktion können die freiwilligen Helfer mit Handschuhen und Müllsäcken vom BBH ausstatten.

Nachdem besagter Frühjahrsputz Piccobello „dem allgemeinen Lockdown zum Opfer fiel, wollen wir in kleinerem Rahmen in Homburg ein deutliches Zeichen für Umweltschutz und gegen die umgreifende Vermüllung unserer Heimat setzen“, so Lauer. Der internationale Cleanup-Day findet zum dritten Mal statt – insgesamt haben sich 2019 laut den Grünen über 20 Millionen Menschen daran beteiligt.

Die weltweite Aktion ist rein ehrenamtlich und parteiunabhängig, zeitlich auf etwa ein bis zwei Stunden ausgerichtet. Katrin Lauer bittet darum, sich im Vorfeld bei ihr unter Tel. (0151) 44 35 62 68 anzumelden. Es sei allerdings auch möglich, sich den Gruppen spontan anzuschließen.

In der Stadtratssitzung auf das Thema gekommen war Lauer infolge eines Antrags der FWG-Fraktion. Diese hatte vorgeschlagen, den „Sonderausschuss touristische Erschließung Schlossberg“ in „Sonderausschuss touristische Erschließung und Pflege Schlossberg“ umzubenennen und auch entsprechende Aufgaben hinzuzunehmen. So hätte er laut FWG-Fraktionschef Thorsten Bruch einmal monatlich tagen oder über Zustand und Vorfälle, geplante und abgeschlossene Maßnahmen berichten sollen. Die Idee überzeugte die Ratsmehrheit allerdings nicht, der Antrag wurde bei Pro-Stimmen der FWG und Enthaltungen der AfD abgelehnt.

Piazolo plädierte dafür, touristische Schritte im Stadtrat zu beschließen, Schritte gegen Vandalismus oder Aufräumarbeiten seien „Tagesgeschäft“. „Dann frage ich mich, wie das Tagesgeschäft aussieht“, hatte FWG-Rat Axel Ulmcke erwidert. Aber auch Stefan Mörsdorf (CDU) war dafür, den Fokus des Ausschusses weiter auf die touristische Erschließung zu legen. Wilfried Bohn (SPD) betonte, „der Rat sagt, was gemacht wird, und die Verwaltung wie.“

Ins Leben gerufen wurde der Stadtrats-Sonderausschuss „Touristische Erschließung Schlossberg“ Mitte 2019. Getagt hat er einmal: am 15. Januar. Eine für den 12. März geplant „Ortsbegehung zur Vorstellung der städtischen Planungen sowie der Planungen der Karlsberg-Brauerei“ war abgesagt worden.