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Am fetten Donnerstag kommen die Narren an die Macht.

Fetter Donnerstag : Die Narren rüsten sich zum Sturm

Das Rathaus in Bexbach, die Kirkeler Burg und das Bürgerhaus in Kirrberg sind am Fetten Donnerstag Ziele der närrischen Angriffe. Die Fastnachter werden so lange nicht locker lassen, bis sie die Schlüssel in den Händen halten.

Wer jetzt das Kostüm noch nicht bereit gelegt hat, der muss sich beeilen. Krönchen rausholen, Perücke kämmen, Hexenbesen auf Vordermann bringen. Denn auch die längste Session geht irgendwann einmal zu Ende. Und für das närrische Volk startet morgen an Weiberfastnacht die Hochphase der Straßenfastnacht.  Und das bedeutet: Männer müssen um ihre Krawatten fürchten, Verwaltungschefs um ihre Schlüssel.

Der Fette Donnerstag fällt diesmal auf den letzten Tag des Februars und Prinzen, Prinzessinnen, Piraten, Frösche, Eisköniginnen, Cowboys, Indianer und Hexen werden am 28, Februar nicht mehr zu halten sein. Einen großen Vorteil hat die späte Fastnacht: Das Wetter zeigt sich Richtung März gerne freundlicher und so können die närrischen Weiber und auch diejenigen, die sich in den Tagen danach auf den Umzügen tummeln, die ganz dicken Jacken und die Frost tauglichen Kostüme im Schrank hängen lassen. Die Temperaturen sollen bei deutlich über zehn Grad Celsius liegen, es könnte allerdings etwas regnen. Dennoch: Bei der Fastnacht ist man sehr viel  unfreundlicheres Wetter gewohnt.

In unserer Region geht es am Donnerstagmorgen los: Ab 10.33 Uhr wird das Bürgerhaus in Kirrberg von den närrischen Weibern gestürmt. Auch den Umzug für Arme wird’s natürlich wieder geben. Haben die Narren offiziell das Ruder übernommen wird bis zum frühen Abend in der Halle kräftig weiter gefeiert.

Was dem Bexbacher Rathauschef blüht, das haben Prinz Lukas I. von Ordnung und Recht und Prinzessin Laura I in ihrer royalen Ansprache bei der Blätsch-Sitzung schon angekündigt:  „Nun wird es Zeit, dass in Bexbach die Narren regieren und der Bürgermeister und seine Truppe ihre Posten verlieren.“

Auf dem Rathausvorplatz wird am Donnerstag bereits ab 14 Uhr die närrische Bevölkerung in die richtige Stimmung versetzt. Die Karnevalsgesellschaften „Die Blätsch“ und „Mehr geh’n metsamme“ treffen sich gegen 14.30 Uhr mit den Verteidigern auf dem hinteren Teil des Aloys-Nesseler-Platzes. Gegen 14.45 Uhr wird in Richtung Rathaus marschiert. Der Kampf um den heiß ersehnten Rathausschlüssel wird zwischen dem Bexbacher Prinzenpaar und dem Burgherrn von Bexbach, verbal ausgetragen werden müssen. Den erbitterten Kämpfe folgt die Versöhnungsfeier  direkt vor dem Rathaus.

Und in Kirkel? Da geht es hoch hinauf, denn es wird traditionell die Burg erstürmt, allerdings erst am späten Nachmittag. Das Spektakel wird aber auch hier sehenswert sein, denn die Burgnarren werden sich ab 17 Uhr rüsten und in den närrischen Kampf ziehen, um am daraus Ende wie immer siegreich hervorzugehen.

Wer nach den Kämpfen und Feiern am Abend noch Kraft hat, der kann natürlich weitermachen, denn die Weiberfastnacht ist noch lange nicht beendet.

Der SSV Homburg Erbach lädt zur Party mit den  Bands Firma Holunder und Paragon ins Sportzentrum nach Erbach ein. Die Besucher erwartet in der Halle eine extra lange Biertheke und eine große Bar – beide mit Helfern von Homburger Sportvereinen besetzt. Treiben lassen kann man sich ab 20.11 Uhr bis in die frühen Morgenstunden. Die Türen des Sportzentrums Homburg-Erbach öffnen sich um 19 Uhr. Auch für Essen ist gesorgt.

Im Homburger Saalbau sind am Donnerstag ebenfalls die Weiber los. Hier startet man auch um 20.11 Uhr, Einlass ist ab 19 Uhr. Es gibt vier Partys unter einem Dach. Im großen Saal sind Livemusik und Partystimmung angesagt, wenn hier die Bands Elliot und Take 5 loslegen. Im Hemingway’s laden Discoklassiker von den 70er Jahren bis heute zum Tanzen ein. Im zweiten Obergeschoss kann mit  Stimmungshits aus der Welt der Schlager gefeiert werden.  In der Galerie ist Hütten-Gaudi angesagt. Mittendrin: Popsänger Markus. Wer so richtig eintauchen will, sollte also bis morgen noch einmal richtig ausschlafen. Denn nach der Weiberfastnacht geht es weiter mit Umzügen und Co. Erst am Aschermittwoch, 6. März, ist dann wirklich für diesmal alles vorbei.