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Am ehemaligen Grünschnittplatz in Kirrberg gibt's Probleme mit illegalem Müll

Ärger am ehemaligen Grünschnittplatz in Kirrberg : Bauschutt mitten in die Natur geworfen

Ein wunderschöner Herbsttag, bunte Blätter und dann das: Bauschutt wie Fliesen, Mörtelreste, Rohre und Behälter von Flüssigkeiten liegen einfach im Wald und zwar am Ortseingang Kirrberg auf dem ehemaligen Grünschnittabgabeplatz.

Entdeckt hat dies Klaus Dejon, der hier gerne unterwegs ist. Und er hat sich an unserer Zeitung gewandt. Das liege nun schon einige Wochen dort herum, berichtet er.

 Besonders schlimm sei, dass nur etwa 30 Meter entfernt das Wasserpumpenhaus der Stadtwerke Homburg stehe, sagt Dejon. Und er befürchtet daher auch Nachteile für das Wasser, denn der illegale Müll könne, je nach Inhaltsstoffen, eine Verschmutzung verursachen.

Was er an der Stelle außerdem schon häufiger beobachtet hat: Es werde immer noch Grünschnitt abgeladen, obwohl ein Schild darauf hinweise, dass dies nicht mehr möglich sei. Den gewohnten Platz gibt es hier bekanntlich nicht mehr. Ein Container steht nun an anderer Stelle.

Die Stadt Homburg teilte auf Nachfrage mit, dass es sich an dieser Stelle zwar um ein Landschaftsschutzgebiet handele, ein Wasserschutzgebiet sei es aber nicht. Ansonsten sei sie hier nicht zuständig. Zwar habe die Stadtverwaltung Homburg die Fläche in Kirrberg früher für die Annahme von Grüngut genutzt, diese gehöre aber zum Eigentum des Landes, konkret des Uniklinikums. „Daher sind wir hier nicht in der Verantwortung.“

Im Grunde gebe es für städtische Mitarbeiter keine Veranlassung, diese Fläche zu betreten. „Dies ist vermutlich auch der Grund, warum unsere Grünflächenabteilung und auch unser Baubetriebshof keine Kenntnis über diese Ablagerungen erhalten haben.“

Auch bei der Stadt weiß man, dass hier immer noch Grünschnitt landet. „Wir haben diese Hinweise dann aber an das Universitätsklinikum weitergeleitet. Das wird in diesem Fall jetzt auch geschehen.“

Am Klinikum kennt man die Probleme ebenfalls. „Leider kam es in diesem Bereich trotz der von uns an der Zufahrt aufgebauten Schranke wiederholt zu illegalen Müllablagerungen. Wir zeigen jeden Fall an, die Polizei konnte in Einzelfällen die Verursacher ermitteln“, macht Jan Segelbacher, Leiter Dezernat IV – Technik, deutlich. Selbstverständlich werde der Müll zeitnah entsorgt „auf eigene Kosten“. Zudem sei man für Hinweise dankbar, „die dabei helfen, die Verursacher dieser Umweltverschmutzung und illegalen Müllbeseitigung zu finden“. Auch im aktuellen Fall sei das Klinikum mittlerweile tätig geworden, teilt die Stadt mit. Ende der Woche sei angekündigt worden, der Bauschutt werde jetzt entsorgt.

Wer seinen Grünschnitt legal loswerden möchte, der findet neben den zentralen Plätzen wie dem Wertstoffzentrum am Zunderbaum (hier darf man aber nur kleine Mengen abgeben), an der neuen Industriestraße und bei der Firma Jakoby Container in Jägersburg, Kirrberg, Beeden, Einöd, die an bestimmten Wochentagen zur Verfügung stehen. In Kirrberg steht der Container am Parkplatz an der Zufahrt zur Fischerhütte mittwochs von 15 bis 18 Uhr und samstags von neun bis 15 Uhr. Generell muss man eine Grünschnittkarte besitzen, um etwas anliefern zu dürfen. Sie kostet 25 Euro für das laufende Jahr, ist in Coronazeiten online zu haben, aber auch direkt am Rathauseingang. Nur am Wertstoffhof kann man Grünschnitt in kleinen Mengen ohne Karte anliefern, muss dann aber jeweils eine Gebühr zahlen. Hier gibt es auch keine Winterpause. Die gilt für alle anderen Standorte nach dem 15. Dezember.

Infos gibt es auf der Homepage der Stadt und den Punkten Rathaus/Abfall und Entsorgung/Grünschnitt.

www.homburg.de