Altes Jugendzentrum abgerissen

Homburg. Im Bereich des alten Homburger Güterbahnhofs tut sich etwas. Wo vor einigen Tagen noch das alte Gebäude des ehemaligen Autonomen Jugendzentrums (AJZ) stand, finden sich heute nur noch die Überreste des Baus. Mit schwerem Gerät wurde das marode, jetzt im Privatbesitz befindliche Anwesen dem Erdboden gleich gemacht

Homburg. Im Bereich des alten Homburger Güterbahnhofs tut sich etwas. Wo vor einigen Tagen noch das alte Gebäude des ehemaligen Autonomen Jugendzentrums (AJZ) stand, finden sich heute nur noch die Überreste des Baus. Mit schwerem Gerät wurde das marode, jetzt im Privatbesitz befindliche Anwesen dem Erdboden gleich gemacht. Für Homburgs Oberbürgermeister Karlheinz Schöner als Initiator der Abriss-Maßnahme ist dies ein erster Schritt und eine Vorleistung mit Blick auf die seit Jahren angestrengte und angemahnte Überarbeitung des im Besitz der Bahn AG befindlichen Geländes des alten Güterbahnhofes. "Beim alten Gebäude des AJZ handelte es sich um einen Schandfleck, einen städtebaulichen Missstand." Nun sieht sich Karlheinz Schöner in einer deutlich besseren Verhandlungsposition für die für Anfang November geplanten Gespräche mit der Deutschen Bahn AG zu Rekultivierung des Areals Güterbahnhof. "Es hätte schlecht ausgesehen, wenn wir die Bahn mahnen, auf ihrem Gelände aktiv zu werden und selber noch eine solche Altlast vorweisen würden." Nach einem personellen Wechsel an der zuständigen Stelle der Bahn AG erhofft sich Schöner neue Impulse für den zeitweise ins Stocken geratenen Gesprächsprozess rund um die Aufwertung des Areals. Für Schöner dabei von besonderer Bedeutung: Eine wesentliche Veränderung der Situation für die Nutzer des dortigen Parkplatzes. "Diese gilt es nachdrücklich zu verbessern. Die Zufahrtsstraße selbst ist in keinem guten Zustand, die Parkbereiche sind nicht beleuchtet." Dies sei für viele Nutzer nicht akzeptabel. Aber auch die Zukunft der Bauten auf dem Gelände des alten Güterbahnhofs beschäftigen Homburgs Oberbürgermeister, so die des Gebäudes der alten Expressabfertigung. Hier könne er sich eine Nutzung durch ein privates Unternehmen vorstellen. Voraussetzung für die Umsetzung aller möglichen Ideen sei allerdings eine Bahn AG, die sich verständiger und beweglicher zeige als in den vergangenen Jahren. Karlheinz Schöner: "Die Schwierigkeit besteht vor allem darin, den richtigen Verantwortlichen zu finden." Was aus dem Gelände des ehemaligen AJZ werden soll, steht derzeit noch nicht fest, soll aber ins städtebauliche Konzept der Stadt eingebunden werden. Das frühere Jugendzentrum musste aus baurechtlichen Gründen, so die Verwaltung, vor geraumer Zeit geschlossen worden (wir berichteten). Die Schließung selbst war wochenlang Gegenstand teils hitziger Diskussionen zwischen Jugendlichen und Stadtverwaltung gewesen, Demonstrationen mit eingeschlossen. Inzwischen hat das autonome Jugendzentrum Homburg auf dem Gelände des ehemaligen Auffanglagers an der Lappentascherstraße in Erbach ein neues Zuhause gefunden.

Auf einen BlickMit dem nun initiierten Abriss des ehemaligen Autonomen Jugendzentrums (AJZ) am alten Homburger Güterbahnhof will die Stadtverwaltung in eine städtebauliche Vorleistung zur Aufwertung des gesamten Areals treten. Anfang November sollen Gespräche mit der Bahn AG zur weiteren Perspektive des Geländes Güterbahnhof geführt werden. thw