Alt und Jung feiern die Oldie-Night

Alt und Jung feiern die Oldie-Night

Homburg. Weit über tausend Musikfans kamen am vergangenen Samstagabend zur Oldie-Night in die neue Halle des Sportzentrums Erbach. Sie alle wollten die heiße Musik wieder hören, die sich seit den 60er Jahren ungebrochener Beliebtheit erfreut. Es war die 18. Oldie-Night, und sie hat nichts von ihrer Anziehungskraft verloren

Homburg. Weit über tausend Musikfans kamen am vergangenen Samstagabend zur Oldie-Night in die neue Halle des Sportzentrums Erbach. Sie alle wollten die heiße Musik wieder hören, die sich seit den 60er Jahren ungebrochener Beliebtheit erfreut. Es war die 18. Oldie-Night, und sie hat nichts von ihrer Anziehungskraft verloren. Vor der Bühne tummelten sich Musikfans mehrerer Generationen, angefangen von gerade 18-Jährigen bis hin zu reiferen Jahrgängen. Mit der neuen Halle des Sportzentrums haben sich Bands wie Publikum gut arrangiert. Hier sei einfach mehr Platz, war vielfach aus den Reihen der Besucher zu hören. Bei allem Spaß an schönen Oldies, Gedränge wie in der alten Halle müsse wirklich nicht sein. Vom Start weg herrschte gute Laune in der Halle. Die Band Crime and Passion war ein toller Eisbrecher und brachte die Musikfans gleich richtig auf Touren. Schon gewartet hatte das Publikum auf Titel wie "Hang on sloopy", den die McCoys Anno 1966 zum Superhit gemacht hatten. Die Band Madhouse ist in der Saarpfalz ein fester Begriff, und das seit Jahrzehnten. Eigentlich waren Madhouse nie ganz weg vom Fenster, aber sie sind in den letzten Jahren wieder kräftig durchgestartet. Trotz vollen Terminkalenders hatte Oberbürgermeister Karlheinz Schöner ein paar Stunden Auszeit von seinem Amt genommen und ließ am Schlagzeug wie in alten Zeiten die Post abgehen. In neuer Zusammensetzung tritt die Band Remax seit kurzem auf. Von ihrer Klasse haben Remax nichts verloren, und ihre Hits waren nicht zuletzt auch eine klangvolle Erinnerung an die Festa Italiana. Neben Italo-Hits hatten sie Spitzen-Titel aus den 70ern und 80ern im Gepäck. Auch hier wurden tüchtig die Feuerzeuge geschwenkt und getanzt. Ohne Take Five gibt es in Erbach keine Oldie-Night. Mit charmanten Damen für Gesang und Rhythmus hatte sich die Ur-Band der Oldie-Night musikalisch wie optisch ordentlich verstärkt. Besonders Celia Baron am Saxofon wurde für ihre Soli gefeiert. Der Oldie-Night würde auch etwas ganz Wichtiges fehlen, hätten Elliot nicht auf dem Programm gestanden. Längst ist die Band im ganzen Land bekannt und begehrt. Die Oldie-Night aber, bei der vor Jahren der Aufstieg von Elliot begann, ist bei den Musikern nicht in Vergessenheit geraten. So sagte die Band, die inzwischen sogar auf Kreuzfahrten spielt, sofort zu, als die "Bagatelle" und die Kreissparkasse Saarpfalz als Präsentatoren anfragten. Stürmisch gefeiert wurden nicht nur Elliot und ihr neuer Leadsänger Thorsten Besche, sondern die Oldie-Night im Ganzen. "Die möchte ich nicht missen", sagte etwa Alexander Ziegler in Erinnerung an die Beat-Ära der 60er, die er als Teenager erlebt hat. Inzwischen gehören sogar Musikfans, die zur Zeit der ersten Oldie-Nights Kinder waren, zum begeisterten Publikum.