Agentur Mannlich hat viel zu tun

Wenn der britische Blues-Pianist Paul Millns in der Mannlich-Aula auftritt, liegt viel Vorbereitung hinter neun Schülern und drei betreuenden Lehrern. Die Medien-AG meisterte die Aufgabe der Konzert-Vorbereitung.

Ein Konzert zu besuchen, ist eine Sache. Eines zu organisieren, eine ganz andere. Und eben um herauszufinden, was sich an Arbeit und Mühen hinter dem Auftritt eines Künstlers verbirgt, hat sich die Medien-AG des Homburger Mannlich-Gymnasiums aufgemacht, selbst die Seiten zu wechseln und zum Konzertveranstalter zu werden. Das bedeutet ganz konkret: Wenn am kommenden Donnerstag, 13. November, 20 Uhr, der bekannte britische Bluespianist, Songwriter und Sänger Paul Millns in der Aula des Mannlich-Gymnasiums auftreten wird, steht hinter diesem großen Konzert keine etablierte Agentur, sondern neun Schülerinnen und Schüler der Schule, unterstützt von drei Lehrern.

Im Gespräch mit unserer Zeitung schilderten Fabienne Küting, Hannah Markhofer, Magdalena Monz, Sonja Möwius, Marc Spies, Niklas Jahrmatter, Chiara Matheis, Teresa Stopp und Anne Kawolus eine ganze Vielzahl von Aufgaben und Herausforderungen, denen sich die Schüler selbstständig stellen mussten - vom Suchen und Finden von Sponsoren über das Einhalten von Brandschutzbestimmungen bis hin zu den rein technischen Voraussetzungen, die Profi-Musiker wie Paul Millns von einem Konzertveranstalter schlichtweg erwarten. Hatten es sich die Neun so vorgestellt, wie es sich in den Wochen der Planung und Vorbereitung dann entwickelte?

Fabienne Küting: "Nein. Natürlich haben wir geahnt, dass man einiges organisieren muss. Aber erst im Nachhinein haben wir erkannt, auf was wir alles achten müssen. So zum Beispiel, dass wir das Konzert bei der Gema (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, Anmerkung der Redaktion) anmelden müssen."

Vor allem aber benötigten die Schülerinnen und Schüler Geld von Sponsoren , um das Konzert bei einem möglichen Misserfolg finanziell abzusichern. Und, wie Sonja Möbius und Hannah Markhofer schilderten, war das echte und harte Gesprächsarbeit mit den ins Visier genommenen Partnern aus der Wirtschaft. Man habe auf Augenhöhe verhandelt, sei ernst genommen worden. Am Ende der Verhandlungen hätten belastbare Verträge gestanden, die Rechte und Pflichten von Geldgeber und Geldnehmer im Detail regelten. Auf der anderen Seite ging es für Schüler Marc Spies darum, im Kontakt mit dem Künstler dessen Wünsche zu erfüllen. Alle diese Aufgaben scheint die Medien-AG mit Bravour erfüllt zu haben, das Konzert wurde erfolgreich beworben und ist fast ausverkauft. Und was sagen die Lehrer zum Engagement ihrer Schützlinge? Burkard Spang, der zusammen mit Jan Weißler und Jörg Baltes die Medien-AG betreut: "Die Realität war in hohem Maße deckungsgleich mit unseren Erwartungen. Diese Gruppe hat wirklich hervorragend gearbeitet."