Adventskalender in Homburg für einen guten Zweck wurde vorgestellt

Lions-Club Homburg : Türchen für Türchen anderen helfen

Lions-Hilfe und -Club haben ihren Jubiläums-Adventskalender vorgestellt. Damit wird für karitative Zwecke gesammelt.

Es ist gute Tradition beim Lions Club Homburg-Saar-Pfalz und seinem Förderverein Lions-Hilfe Homburg-Saar-Pfalz, bei der Präsentation des jährlichen Adventskalenders einen Ort aufzusuchen, an dem man schon Gutes getan hat. So war in dieser Woche die Schule am Webersberg, Staatliche Schule für körperliche und motorische Entwicklung, die Bühne für die Vorstellung der nunmehr zehnten Auflage des Lions-Adventskalenders.

Zum Jubiläum dürfen sich alle Teilnehmer dieser Lotterie, denn um genau das handelt es sich, über ein bisschen mehr freuen: Mehr Auflage, mehr Preise, mehr Vorverkaufsstellen. Insgesamt sind es in diesem Jahr 2300 Kalender, die zu einem Preis von je fünf Euro an unterschiedlichen Verkaufsstellen (siehe Infokasten) erworben werden können. Hinter jeder Tür des Kalenders vom 1. bis zum 23. Dezember findet sich dabei eine Losnummer. Wird diese Nummer gezogen, dann erhält der Gewinner einen der insgesamt 280 Preise (Gutscheine und Sachpreise), alle zusammen im Gesamtwert von mehr als 6500 Euro und bereitgestellt von zahlreichen Unternehmen aus der Region. Jeder Kalender-Besitzer hat zudem noch die Chance auf den Hauptpreis, eine Uhr im Wert von 1000 Euro. Die nötige Gewinner-Losnummer findet sich dabei, wie könnte es anders sein, hinter dem 24. Türchen.

Warum nun in diesem Jahr die Schule am Webersberg als Präsentationsort? Das erläuterte Dieter Morgenroth, der erste Vorsitzende der Lions-Hilfe. Zusammen mit Lions-Präsident Hans Maurer und den Lions-Freunden Reinhard Werner und Jürgen Helwig stellte er die 2019-er Auflage des Kalenders am Mittwoch vor. Morgenroth erinnerte hier an die finanzielle Unterstützung, die die Lions-Hilfe als gemeinnützige Organisation des Lions Clubs in den zurückliegenden Jahren für die Schule geleistet habe – als man einige Tausend Euro für die Einrichtung eines schulweiten W-Lans, die Anschaffung von Tablet-PCs und von so genannten Smart-Boards, elektronischen, vernetzten und interaktiven „Schultafeln“ gespendet hatte.

„Diese Anschaffungen liegen in einer Linie. Angefangen haben wir im Jahr 2012 mit einer Spende von 6000 Euro und der Mitfinanzierung von Tablet-PCs und der Einrichtung eines flächendenkenden W-Lans an der Schule.“ In der Folge, verdeutlichte Morgenroth, habe man sich von der Sinnhaftigkeit dieser Anschaffungen überzeugt. „Wir haben gesehen, dass erst die Tablet-PCs einigen Kinder die Kommunikation und das Schreiben ermöglicht haben. Das ist eine tolle Sache. Und mit den Smart-Boards kann der Unterricht nun interaktiv gestaltet werden.“ Für Morgenroth klar: „Es ist sinnvoll, dass moderne Technik an einer solchen Förderschule Einzug hält und sie damit mit anderen Schulen gleichstellt, vielleicht sogar noch besser gestellt wird.“

Dass man in der Tat in der Schule am Webersberg „eine Nasenlänge“ anderen Schulen voraus sei, diese Überzeugung äußerte Schulleiter Stefan Friderich. Hier sei die erste Zuwendung der Lions-Hilfe im Jahr 2012 ein ganz entscheidender Schritt gewesen, die digitale Bildung auf ein Niveau anzuheben, „das damals schon das vieler Schulen im Saarland überstiegen hat“. Friderichs Vorgabe: „Wir müssen an einer Schule für körperbehinderte Kinder technisch immer voraus sein – weil diese digitalen Angebote für unsere Schüler lebenserleichternd sind. Die Jungen und Mädchen müssen sich mit dieser Technik auskennen und sie müssen sie anwenden können. Und das lernen sie bei uns.“ Man sei, auch mit der Unterstützung durch Spenden, auf einem „Top-Niveau“. So seien derzeit neun Klassen mit Smart-Boards oder Smart-Beamern ausgestattet, „das ist für die Schüler eine unglaubliche Erleichterung“.

Michaela Günther, Konrektorin und Vorsitzende des Fördervereins der Schule, ergänzte, dass gerade digitale Technik wie Smart-Boards, angesichts der heterogenen Struktur der Klassen, sehr hilfreich sei, „man kann sie an jedes Unterrichtsniveau anpassen“. Und, so Friderich weiter: Man beschränke sich nicht nur auf reines Anwenderwissen und die Einbindung digitaler Technik in den Unterricht, sondern unterrichte die Schüler auch, entsprechend angemessen, im Programmieren.

Nach der offiziellen Vorstellung des Kalenders konnten sich die Lions-Freunde dann bei einem Besuch in einer Klasse selbst ein Bild davon machen, welche Vorteile gerade der Einsatz eines Smart-Boards im täglichen Unterricht für die Schülerinnen und Schüler der Schule am Webersberg hat.

Mehr von Saarbrücker Zeitung