Abstimmen für zukünftigen Namen

Gersheim. Am 1. Dezember 2015, dem ersten Advent und Beginn des Kirchenjahrs, werden die Pfarreien in der Diözese Speyer neu geordnet, wird die Gemeindepastorale umgesetzt. Ab diesem Zeitpunkt existiert im heutigen Pfarrverband Gersheim nur noch eine Pfarrei. Die Patrozinien der bisherigen Pfarr- und Filialkirchen bleiben bestehen

Gersheim. Am 1. Dezember 2015, dem ersten Advent und Beginn des Kirchenjahrs, werden die Pfarreien in der Diözese Speyer neu geordnet, wird die Gemeindepastorale umgesetzt. Ab diesem Zeitpunkt existiert im heutigen Pfarrverband Gersheim nur noch eine Pfarrei.

Die Patrozinien der bisherigen Pfarr- und Filialkirchen bleiben bestehen. Doch muss für das neue große kirchliche Gebilde ein neuer Name gefunden werden, bei dem die Pfarrangehörigen selbst mitwirken können. Generalvikar Dr. Franz Jung hat mitgeteilt, dass dabei Kriterien zu beachten sind. Die Pfarreibezeichnung darf sich nicht aus mehreren Namen, mit Ausnahme von traditionellen Zusammensetzungen wie St. Peter und Paul, zusammensetzen. Auch soll grundsätzlich vermieden werden, dass ein Name einer der bisher in den Pfarreien und Filialen vorkommenden Heiligen verwandt wird. Noch bis zum 6. Januar kann aus fünf Namensvorschlägen ausgewählt werden, die von den Pfarrern Günter Broy, Medelsheim, Pater Josef Dohmen SVD, Rubenheim, Erhard Elsner, Reinheim, Diakon Paul Quirin, Walsheim, und den Vorsitzenden aller Pfarrgemeinderäte aufgestellt wurde.

Als erste ist die Heilige Barbara zu nennen. Sie ist die einzige Frau, die im Pfarrverband als Heilige verehrt wird. Der Knappenverein erinnert durch Mitgestaltung von Gottesdiensten zum Gedenktag der Heiligen Barbara an ihre Bedeutung als Schutzpatronin der Bergleute, die früher in dieser Gegend beheimatet waren. Beim zweiten Vorschlag handelt es sich um den Heiligen Josef. Alljährlich wird der Gedenktag dieses Heiligen in der Pfarrei Rubenheim aufgrund eines Gelübdes von 1871 feierlich begangen. Damals erfuhren die Dörfer Rubenheim und Herbitzheim besonders große Wohltaten, als sie im Krieg von schlimmsten Schäden wie Zerstörung, Blatternerkrankung, Rinderpest und Teuerung der Lebensmittel verschont blieben. Heilig Kreuz ist der dritte Name, der neutral ist und auch auf die Ökumene passt.

Zudem existieren in der künftigen Pfarreiengemeinschaft viele Wegkreuze und Kreuzkapellen. Das älteste Kreuz im Saarpfalz-Kreis, 1611 errichtet, steht im Pfarrhof von Medelsheim. Gottesmutter Maria ist der vierte Vorschlag. Ihre Verehrung hat in der Region große Tradition. Zuletzt ist dann noch der Heilige Pirminius zu nennen, der als der einzig bekannte Missionar in unserer Gegend gewirkt hat. In allen Kirchen sind Stimmzettel ausgelegt, die ausgefüllt in die bereitgestellten Wahlurnen gelegt werden können. Stimmberechtigt sind alle Pfarrangehörige ab Volljährigkeit, darüber hinaus wie bei der Pfarrgemeinderatswahl auch die gefirmten Jugendlichen. ott