Absolventen des EU-Zweiges des Homburger Gymnasiums Johanneum feiern Abibac

Abibac am Johanneum : Gleich zwei Abizeugnisse in der Tasche

„Abibac“ nennt sich das Ganze - dies steht für den Doppelabschluss Abitur und Baccalauréat. 17 Absolventinnen und Absolventen des EU-Zweiges des Homburger Gymnasiums Johanneum konnten ihren Erfolg jetzt feiern.

Was ist besser als ein Abiturzeugnis? Natürlich zwei! Und so können sich die erfolgreichen Absolventen des EU-Zweiges des Homburger Gymnasiums Johanneum seit vielen Jahren darüber freuen, mit der allgemeinen deutschen Hochschulreife auch zeitgleich das französische Pendant erreicht zu haben.

Die deutschen Schüler haben Glück, dass sie nach deutscher Schulordnung schon „durch“ sind, denn in Frankreich schrieben die Schüler in dieser Woche überhaupt erst ihr Bac,  und von „Abschluss“ kann im Nachbarland noch keine Rede sein. Da wird jetzt erst einmal gebibbert.  So sind die Deutschen mit dem französischen Abitur schneller bei der Hand als die Franzosen selbst. „Abibac“ nennt sich das Ganze knackig kurz und steht natürlich für den Doppelabschluss Abitur und Baccalauréat.

Am Mittwochabend feierte der diesjährige Jahrgang des Johanneums diesen ganz besonderen Abschluss, Zum vierten Mal war man dabei zu Gast bei Theiss Naturwaren in den Homburger Rohrwiesen. Das Unternehmen hatte in bewährter Form für die in diesem Jahr ingesamt 17 erfolgreichen Abiturientinnen und Abiturienten die Feier ausgerichtet.

Ebenso bewährt präsentierte sich das Programm des frühen Abends: Moderiert von Danielle Eisenbeis und Oliver Rubert hatte nach einer musikalischen Eröffnung durch Lisa Balzer am Klavier dann Donatella Nardi, Ehefrau von Theiss-Geschäftsführer Giuseppe Nardi, das erste Wort. Sie brachte die Feierstunde mit dem Höhepunkt, der Überreichung der Baccalauréat-Zeugnisse, auf den Weg. Nardi betonte dabei die großen Chancen, die das grenzüberschreitende Abitur den Schülerinnen und Schülern bringe. „Die Absolventinnen und Absolventen des Abibac sind mit diesem Schulabschluss dem beruflichen Erfolg noch etwas näher gerückt als der ‚normale‘ Abiturient. Und deswegen dürfen Sie stolz sein auf diesen Doppelabschluss“, wandte sich Donatella Nardi direkt an die Noch-Schülerinnen und -Schüler des Johanneums. „Sie dürfen stolz sein auf die besonderen Leistungen, die dem erfolgreichen Abschluss natürlich vorausgegangen sind.“ Nach Donatella Nardi hatte dann Oliver Schales, der Schulleiter des Johanneums, das Wort. Er rückte bei seinem „Schlusswort“ für den EU-Abi-Jahrgang 2019 das Symbol der Einladungskarte der Feier, die Rose, in den Mittelpunkt – und damit Antoine Saint-Exupérys Klassiker „Der kleine Prinz“. Dass Oliver Schales es dabei schaffte, von diesem Meisterwerk den Bogen zu schlagen bis zum Afrika-Projekt seines Vaters Hans Schales, das zeugte davon, dass der Schulleiter des Johanneums keine Rede von der Stange halten wollte – von Saint-Exupérys Rose bis zum Affenbrotbaum spannte Schales gekonnt die Brücke. Schales‘ Botschaft an die Schülerinnen und Schüler, die er selbst in Deutsch unterrichtet hatte: „Es war eine ganz wunderbare Zeit!“ Die ließ Schales auch ein vielen Einzelerinnerungen Revue passieren. Auf die vergangenen Jahre zurückblickend zollte Schales den Absolventen des Jahrgangs 2019 seinen Respekt. „Wenn man sich nämlich in eine Abiturprüfung setzt und hört einen Schüler oder eine Schülerin ‚parlieren‘, dann ist das schon große Klasse, das hat Stil, das ist eine tolle Leistung.“

Per Video richtete auch die französische Generalkonsulin Catherine Robinet eine Grußbotschaft an die Abiturienten – und gab damit der auch vom Lehrer-Schüler-Chor und dem Chor der Absolventen unter der Leistung von Pia Maria Herrmann musikalisch gestalteten Feierstunde eine weitere Facette.

Für die Eltern blickten die Elternsprecher Andreas Lauer und, in Vertretung von Hilmar von Klitzing, Volker Jung auf die zurückliegenden Jahre – wie danach auch, nach einer launigen Multimedia-Show, die Kurssprecher Birte Braun und Jonas Mayer. Beide zeichneten das Bild einer EU-Klasse, die mit den Jahren zu einer echten Gemeinschaft zusammengewachsen sei. Von dieser Gemeinschaft erzählte auch, vor der eigentlichen Zeugnisübergabe, Tutorin Anne Hahn. Sie hatte die Schülerinnen und Schülern des EU-Zweiges in den vergangenen zwei Jahren betreut. An ihre nun bald ehemaligen Schützlinge: „Ich bin stolz und dankbar. Stolz auf eure Leistungen und dankbar, weil ich euch ein Stück eures Weges begleiten durfte!“

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