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Abschiedskonzert für Kurt Kihm und den Frauenchor Homburg

Chormusikdirektor hört auf : Abschiedskonzert für Kurt Kihm und den Frauenchor

An diesem Sonntag ist der letzte Auftritt in der protestantischen Stadtkirche. Dann ist nach vier Jahrzehnten Schluss.

Als letzter weltlicher Chor in der früher so singfreudigen Homburger Innenstadt schließt auch der Homburger Frauenchor endgültig seine Notenmappen. Dann ist nach nahezu vier Jahrzehnten Schluss. Als ungewöhnlich erfolgreiche und bei Wettbewerben preisgekrönte Singgemeinschaft verabschieden sich die Sängerinnen und Chordirektor Kurt Kihm aus dem öffentlichen Musikleben mit der musikalischen Gestaltung eines Sonntags- und Dankgottesdienstes an diesem Sonntag, 29. Mai, 10 Uhr in der protestantischen Stadtkirche Homburg und mit einem anschließenden „Kleinen Nachkonzert“ für interessierte Gottesdienstbesucher und Ehrengäste.

Der Eintritt zum Dankgottesdienst und zum Nachkonzert ist frei. Eine schmucke Broschüre des Frauenchores erinnert aus diesem Anlass noch einmal an die hohen Auszeichnungen, die er sich ersungen hat, an die Förderpreise im Saarland und in Hannover, an den ersten Preis beim deutschen Chorwettbewerb in Stuttgart, als musikalischer Sendbote der Stadt Homburg, aber auch an die unvergesslichen Konzertreisen nach Österreich und Frankreich oder zu deutschen Chorfesten etwa in Bremen, Hamburg, Fulda oder Bamberg.

„Aber wie bei allen Laienchören“, so sinniert die Abschiedsbroschüre, „nagten Zeitgeist, das Älterwerden und gesundheitliche Beschwerden am Qualitätsmerkmal des Chores. Wir wollten aber nicht unseren klangvollen Namen aufs Spiel setzen und haben uns einstimmig entschlossen, die Bühne des großen Erfolges zu verlassen.“ So können die Besucherinnen und Besucher des Dankgottesdienstes zur Liturgie von Pfarrerin Petra Scheidhauer vom Homburger Frauenchor ein letztes Mal geistliche Chorwerke hören wie das „Panis angelicus“ von César Franck und ein „Kyrie eleison“ von Charles Gounod, aber auch Chorperlen aus der deutschen Romantik wie das „Neige gnädig dein Ohr“ von Joseph Rheinberger oder jenen schwebenden Hymnus „Denn er hat seinen Engeln befohlen“ aus dem Elias-Oratorium von Felix Mendelssohn-Bartholdy.

Die Sopransoli übernimmt Ulrike Schäfer-Borr, die Klavierbegleitung Paul O. Krick und das Orgelspiel Kantor Stephan Ullrich. Wahre Chorperlen von Mendelssohn oder Haydn bieten die Ausführenden auch im Nachkonzert zwischen den Ansprachen der Ehrengäste, die sich angesagt haben. Der Chorsatz darunter „Danke für die Zeit voller Seligkeit“ nach Wolfgang Amadeus Mozart klingt Kurt Kihm und seinen Sängerinnen bei diesem Abschiedsauftritt in der Kreisstadt sicher aus dem Herzen.