A6-Anschluss Ost: SPD Bexbach mahnt Stadtrat und Prech zum handeln

Debatte um Vekehrsentlastung : A6-Anschluss Ost: SPD Bexbach ermahnt Stadtrat und Prech

Die Projekte an der Autobahn A6 treiben auch die Bexbacher SPD um, die vor allem die Belange der Bewohner des Bexbacher Stadtteils Kleinottweiler im Blick hat. Zur Entlastung der dortigen Verkehrssituation spricht sie sich dafür aus, dass der umstrittene Autobahnanschluss Homburg-Ost schnellstmöglich realisiert wird.

„Wir unterstützen den berechtigten Wunsch vieler Bürger aus Kleinottweiler nach einer Reduzierung des Straßenverkehrs und des damit einhergehenden Lärms in ihrem Ort. Wir fordern daher den Bürgermeister [Christian Prech, CDU] und den Stadtrat der Stadt Bexbach dazu auf, sich beim Landesbetrieb für Straßenbau und allen weiteren zuständigen Stellen bei Land und Bund dafür einzusetzen, dass der Autobahnanschluss Homburg-Ort schnellstmöglich gebaut wird. Wir hoffen auf fraktionsübergreifende Unterstützung hierfür im Stadtrat.“, so der Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion Dirk Vogelgesang.

Wie der Landesbetrieb für Straßenbau favorisiere die SPD die in der Diskussion stehende Variante 1, welche schneller und wesentlich kostengünstiger umzusetzen ist und zudem deutlich weniger Eingriffe in die Natur mit sich brächte als die Variante 2, für die sich kürzlich der Homburger Stadtrat ein zweites Mal ausgesprochen hatte. Der Ortsrat von Kleinottweiler hat hingegen einstimmig Variante 1 zum Favoriten bestimmt, Ortsvorsteher Daniel Heintz (SPD) sich öffentlich hierfür stark gemacht.Der LfS will auch nur Variante 1 weiterplanen (wir berichteten).

Mit deren Umsetzung würde eine Auf- und Abfahrt an der Landstraße zwischen Homburg und Jägersburg in der Nähe des Sportplatzes Reiskirchen – welcher unangetastet bleiben soll – gebaut werden. Für die ebenfalls diskutierte Variante 2 müsste hingegen eine Schneise durch den Erbacher und Jägersburger Wald geschlagen werden, die nach derzeitigem Planungsstand zwischen der alten Glantalbahn und der Erbach-Umgehung verlaufen würde, erinnert die SPD Bexbach.

„Während die Planungen für einen Anschluss Ost derzeit leider nicht konkret vorankommen, haben die Arbeiten für eine Ertüchtigung des bestehenden Anschlusses Homburg/Bexbach um eine neue Auf- und Abfahrt (drittes Ohr) bereits begonnen“, erinnern die Sozialdemokraten. Eine merkliche Verkehrsentlastung für die Region brächte jedoch, so erkläre der Landesbetrieb für Straßenbau, nur eine komplett neue Anschlussstelle Ost. Das ertüchtigte dritte Ohr am bestehenden Anschluss funktioniere, so die Experten, ohne eine neue Anschlussstelle Ost nicht. Nur durch den Neubau eines Autobahnanschlusses Homburg-Ost könnten die Fahrzeuge aus den Industriegebieten in Homburg bei Reiskirchen schneller auf- und von der Autobahn abfahren und damit würden vor allem Kleinottweiler, Bruchhof und Jägersburg entlastet, argumentiert die SPD.