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A 8-Auffahrt soll nach Ostern offen sein

A 8-Auffahrt soll nach Ostern offen sein

Der Ortsrat Einöd hat sich auch mit der Raumnot in der Grundschule befasst. Ein verschimmelter Klassenraum soll zum neuen Schuljahr wieder nutzbar sein.

Die Themen, die im öffentlichen Teil der Ortsratssitzung in Einöd besprochen wurden, hatten es in sich. So ging es am Donnerstagabend zum einen um die seit Januar 2015 gesperrte Auffahrt auf die A 8 nach Zweibrücken. Ortsvorsteher Karl Schuberth hatte eine gute Nachricht zu vermelden: Ab Montag, 10. April, fangen die Arbeiter mit den Rückbauten an. Nach Ostern, so hofft Schuberth, soll man hier wieder auffahren können.

Ein Problem hatte sich noch ergeben mit dem Weg, der eigens wegen der Baustelle angelegt worden war: Die Muttererde, die dabei ausgehoben wurde, sei einfach verschwunden, so Schuberth. Jetzt müsse Ersatz herbeigekarrt werden. Schuberth geht davon aus, dass der Weg dann ordnungsgemäß zurückgebaut werde. Geärgert habe ihn, dass gerade jetzt noch die Baustelle in Ernstweiler aufgemacht wurde, was zu größeren Staus geführt habe: "Manchmal denke ich, es ist für mich einfacher, mit einem Ortsvorsteher in Nordkorea etwas zu vereinbaren als über Landesgrenzen hinweg."

Ein weiteres Thema, das nun schon seit längerem für Aufregung sorgt, ist die Raumnot in der Grundschule in Einöd. Die hat verschiedene Ursachen: Ein Klassenraum in einem Pavillongebäude ist marode, steht daher leer, der als Ersatz aufgestellte Container ist kaum zu nutzen. Zudem hatten sich die Schülerzahlen nach oben entwickelt: Es gibt jetzt statt einer zwei vierte Klassen, denn es musste wegen der großen Anzahl der Schüler geteilt werden (wir berichteten).

Der Ortsvorsteher von Wörschweiler, Reinhold Nesselberger, hatte ein Gutachten über Schimmelbefall an der Schule veranlasst, weswegen sich der Ortsrat Einöd übergangen fühlte. Hierzu meldete sich Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind zu Wort: "Da wird etwas aufgebauscht, das stört mich." Die Aussage Nesselbergers, es sei seit Fastnacht nichts an der Schule geschehen, sei eine Beleidigung gegenüber den Einöder Verantwortlichen. An dieser Stelle leistete der Ortsrat eine spontane Zustimmung durch Klopfen. Der stellvertretende Ortsvorsteher Ulrich Fremgen habe sich bezüglich der Schule schwer ins Zeug gelegt, so Schneidewind weiter. Schuberth schilderte, dass im maroden Pavillon der Schule Schimmel vorhanden sei, dieser werde ja auch seit zwei Jahren nicht mehr genutzt.

Es könne aber ein ehemaliges Klassenzimmer im Untergeschoss wieder verwendet werden, dieses sei trocken und gut beleuchtet. Nur ein Notausgang müsse noch geschaffen werden. Der Pavillon werde grundsaniert und könne dann zum neuen Schuljahr wieder zur Verfügung stehen.

Weiteres Thema im Ortsrat: der Ausbau schnellerer Internet-Leitungen. Hierzu hielt Regiomanager Bruno Stolz von der Deutschen Telekom einen Vortrag über die Umstellung der Leitungen von Kupfer auf Glasfaser. Der Vorteil der Glasfaser-Technologie sei, dass sie auch über längere Entfernungen kaum Verluste an Geschwindigkeit mit sich bringe: "Jeder Meter Kupferkabel verdünnt das Signal", so Stolz. Die Umstellung sei natürlich auch mit Ärgernissen verbunden wie Baustellen und Straßensperrungen, das sei aber überschaubar.

Das Unternehmen werde außerdem im kommenden Jahr komplett auf die IP-Telefonie umstellen, also aufs Telefonieren übers Internet. Zu all den Fragen des Ausbaus und der Umstellung soll es noch eine spezielle Veranstaltung geben.