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400 Bücher für große und kleine Leseratten

400 Bücher für große und kleine Leseratten

Einöd. Seit Oktober vergangenen Jahres gibt es im Bürgerhaus in Einöd die Möglichkeit, sich in Homburgs erstem offiziell eingerichteten "Offenen Regal" Bücher auszuleihen. Ein Bestand von annähernd 400 Büchern steht kleinen und großen Lesern zur Verfügung. Das "Offene Regal" funktioniert ganz einfach nach dem System "Nimm eins - bring eins"

Einöd. Seit Oktober vergangenen Jahres gibt es im Bürgerhaus in Einöd die Möglichkeit, sich in Homburgs erstem offiziell eingerichteten "Offenen Regal" Bücher auszuleihen. Ein Bestand von annähernd 400 Büchern steht kleinen und großen Lesern zur Verfügung. Das "Offene Regal" funktioniert ganz einfach nach dem System "Nimm eins - bring eins". Das bedeutet, dass man sich kostenlos ein Buch mitnehmen kann und es entweder wieder zurückbringt oder durch ein anderes Buch ersetzt.Das System habe sich mittlerweile so gut bewährt, dass inzwischen sogar mehr Bücher als am Anfang zur Verfügung stünden, betonte Professor Heinrich Zankl, Initiator und Betreuer dieser kleinen Bücherei, welche im Flur des Bürgerhauses untergebracht ist. Geöffnet ist sie übrigens von Montag bis Mittwoch jeweils abends. Auch zahlreiche Kinderbücher sind vorhanden und sprechen auch die jungen Leseratten an. Aus diesem Grund hat Heinrich Zankl auch den Kontakt zu der nahe gelegenen Grundschule Einöd gesucht.

Bei einem Gespräch mit Konrektor Fritz Zeller zeigte sich, dass die Schule mit ihren rund 150 Schülerinnen und Schülern diese Bücherei auch gerne nutzen möchte. Bei den ersten Probebesuchen mit Kindern der vierten Klassen wurden bereits zahlreiche Bücher ausgeliehen und getauscht. Allerdings gab es dabei ein kleines Problem, erzählte Zeller. Einige der in dem von den engagierten Mitgliedern der SPD- Arbeitsgemeinschaft 60-plus hergestellten Regalen stehenden Bücher, wiesen noch die alte Rechtschreibung auf. Aus diesem Grund befürchtete Konrektor Zeller, dass die Kinder dadurch verunsichert werden könnten. Um dieses Problem zu lösen, wurden aber inzwischen alle Kinderbücher mit der neuen deutschen Rechtschreibung so gekennzeichnet, dass von den Mädchen und Jungen sofort zu erkennen ist, ob sie für die Schülerinnen und Schüler geeignet sind. "Jetzt steht einer regelmäßigen Nutzung der Bücherei durch alle Klassen der Grundschule Einöd nichts mehr im Wege", stellte Professor Zankl zufrieden fest, welcher gerade eine neue Kiste mit Kinderbüchern in das Regal einräumte. Zu den ersten "Kunden" zählten die Viertklässler Max, Valerie, Lena und Jill. Sie hatten ihre ausgeliehenen Bücher dabei, um sie gegen andere einzutauschen. Während sich Fußballer Max am liebsten mit Fußballbüchern beschäftigt, stehen bei den drei Mädchen Geschichten über Pferde, wie "Ferien auf dem Ponyhof" im Mittelpunkt des Interesses. Eins haben die vier Schüler gemeinsam: "Wir lesen alle gerne", erklärten sie einstimmig.

Konrektor Fritz Zeller begrüßte das Leseangebot durch das offene Regal im Bürgerhaus: "Das Offene Regal wird zur Schulbibliothek." Da er einen Schlüssel für das Bürgerhaus habe, hätten er und das Lehrerkollegium die Möglichkeit, sich während der Schulzeit in der kleinen, aber feinen Bücherei interessante Bücher auszuleihen. re

"Das Offene Regal wird zur Schul- Bibliothek."

Konrektor Fritz Zeller