25 Abgänge in Wörschweiler

Zwei aufstiegsberechtigte Mannschaften schickt der TuS Wörschweiler in dieser Saison in die Kreisligen. Schließlich wechselten vor der Saison 35 Spieler zum TuS. Doch inzwischen sind 25 wieder weg.

In der vergangenen Sommerpause hatten die Fußballer des TuS Wörschweiler für positive Schlagzeilen gesorgt. Obwohl die Mannschaft in der vorherigen Saison der Kreisliga A Bliestal mit lediglich fünf Punkten abgeschlagen den letzten Tabellenplatz belegt hatte, fanden anschließend 35 Neuzugänge den Weg in den Homburger Ortsteil. Dies hatte aber nichts mit einem plötzlich ausgebrochenen Reichtum beim TuS zu tun. Vielmehr hatten sich mit Christian Holzhauser und Marco Liurno zwei neue Spielertrainer angetragen, die sehr viele Spieler mitbringen wollten. Da es zu diesem Zeitpunkt allerdings bereits eine Mannschaft mit den beiden Spielertrainern Patrick Hervé sowie Bill Heidenreich in der Kreisliga A Bliestal gab, wurde kurzerhand noch eine aufstiegsberechtigte zweite Mannschaft in der Kreisliga A Ill angemeldet.

Kurz vor der Winterpause ist allerdings beim TuS Wörschweiler die anfängliche Euphorie ins krasse Gegenteil umgeschlagen. "Wir hatten seitdem 25 Abgänge - unter anderem hat auch der Spielführer der zweiten Mannschaft, den ich namentlich nicht nennen will, quasi über Nacht aufgehört. Das war dann auch sehr schlecht für die Moral der anderen Spieler. Momentan sind wir eigentlich nicht mehr in der Lage, beide Mannschaften zu bestücken", sagt der Vorsitzende Frank Krumbach.

Dementsprechend ist auch die Tabellensituation: Der TuS Wörschweiler I steht in der A Bliestal auf dem letzten Platz. Mit null Punkten. Der TuS Wörschweiler II steht in der A Ill ebenso auf dem letzten Platz, allerdings mit vier Punkten. Und nun kommt noch die Personalnot hinzu.

Diese macht dem TuS auch im Hinblick auf die Spiele an diesem Samstag arg zu schaffen. Dann soll die zweite Mannschaft in der Kreisliga A Ill um 14.30 Uhr den SV Urexweiler II empfangen, während die erste um 17 Uhr in der A Bliestal beim SV Oberwürzbach antreten muss. "Wir müssen kurzfristig entscheiden, ob wir ein Spiel absagen. Das würde dann die erste Mannschaft treffen, da wir nicht auf ein Heimspiel verzichten werden. Sollten beide Mannschaften antreten, müssen fünf Mann von der zweiten nach deren Spiel schnell nach Oberwürzbach fahren und müssten dort auch anfangen", berichtet der 42-jährige Vorsitzende.

In der Winterpause soll dann eine Entscheidung fallen, ob eine Mannschaft komplett vom Spielbetrieb abgemeldet werden muss. Auf Dauer kann der TuS jedenfalls unter diesen Umständen keine zwei Teams mehr stellen, sagt auch der Vorsitzende.

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