Malschue in Gersheim Bei Marianne Rauchs Kursen findet Kreativität ein Ventil

Niedergailbach · Seit zehn Jahren gibt es die Malschule der Gersheimer Künstlerin im Generationentreff in Niedergailbach. Vor allem Frauen kommen gern.

Inmitten der vielen Exponate der Ausstellung zum zehnjährigen Bestehen des Malkurses zeigen (von links) Bärbel Wust, Kursleiterin Marianne Rauch, Marianne Martin und Renate Weyer auch ihre Werke.

Inmitten der vielen Exponate der Ausstellung zum zehnjährigen Bestehen des Malkurses zeigen (von links) Bärbel Wust, Kursleiterin Marianne Rauch, Marianne Martin und Renate Weyer auch ihre Werke.

Foto: Wolfgang Degott​

Seit zehn Jahren, seit es den mit Leader-Mitteln mitfanzierten Niedergailbacher Generationentreff gibt, treffen sich generationenübergreifend Hobbymaler zweimal jährlich in den Herbst- und Wintermonaten. Es sind zumeist Frauen, die gemeinsam in gemütlicher Atmosphäre malen, kreativ künstlerisch neue Lebensmomente erleben, schlummernde Talente erwecken und diese weiterentwickeln wollen. Wichtig ist auch gegenseitiges Helfen – und das bei einer Tasse Kaffee, einem Gläschen Crémant und einem Stück selbst gebackenem Kuchen. Bei einem Tag der offenen Tür, an dem viele Werke der Teilnehmerinnen ausgestellt waren, wurde die Vielfalt der Kunstwerke deutlich: modern, abstrakt, gegenständlich – alle Stilrichtungen waren vertreten.

Initiiert hat den „Treff“ vor einem Jahrzehnt die Gersheimer Künstlerin Marianne Rauch. Schon lange habe sie vorgehabt, in einem Aquarell-Malkurs ihr Wissen weiterzugeben. Der Niedergailbacher Generationentreff habe es ihr ermöglicht, sich diesen Traum zu erfüllen. So sei es damals zum ersten Malkurs gekommen. Während ihnen Grundtechniken vermittelt wurden, lernten die Teilnehmerinnen etwa Lasuren und Salz im Zusammenhang mit der Malerei kennen, setzten auch erstmals Tusche ein. Rauch hatte viel Spaß, dabei regulierend einzugreifen, Tipps zu geben, einfach effektive Werkstattgespräche zu führen. Ob Acryl, Aquarell, Spachteltechnik, die Verarbeitung von Materialien wie Sand oder verschiedene Lacke, eine große Bandbreite tat sich auf.

„Ich bin immer wieder überrascht, wie mutig die Teilnehmerinnen herangegangen sind, wie jede ihren Stil gefunden hat“, so Rauch. Sie sieht das alles unter dem Motto: „Kunst kann nicht gelehrt werden, aber der Weg zur Kunst kann gelehrt werden“. Demnach könne jeder experimentieren, sich seinen eigenen Weg erschließen. Ob von Zeitungsausschnitten, aus eigenen Vorstellungen, von Reisen oder von Vorlagen, vielfältig ist die Motivsuche. Für sich sagt sie, dass es ein schöner Ausgleich sei, innerhalb der Mitglieder der harmonischen Gruppe zu vermitteln. Das tut sie mittlerweile auch noch bei der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Blieskastel. In deren neuen Begegnungsstätte bietet sie Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene, kreatives Malen für Kinder und Jugendliche von fünf bis 15 Jahren an. Im Niedergailbacher Kurs fanden sich über die Jahre viele ein. Sie kamen aus fast allen Dörfern des Bliesgaus, aber auch aus dem benachbarten Lothringen, um sich mit Pinsel und Farbe bleibende Momente zu schaffen. Von Beginn an treu dabei geblieben sind Karen Görgen (Gersheim), Rosemarie Martin (Rubenheim), Doris Quirin (aus Walsheim), Marion Rauch (Webenheim), Ruth Rohr (Reinheim), Ilka Walte, Elke Hunsicker aus Bliesdalheim und Bärbel Wust (Mimbach). „Die Teilnehmerinnen werden immer besser, entwickeln selbstständig Ideen, haben ihr eigenes Format gefunden“, freut sich die Kursleiterin. Gemeinsam seien auch schon einige Aktionen durchgeführt worden. So habe man an der „Wolfs-Art“ des Kulturstammtisches Blieskastel teilgenommen und Gemeinschaftsausstellungen im Gersheimer Rathaus, der einige Jahre existierenden Rathaus-Galerie in Rubenheim, dem Café Bienenkorb in Wolfersheim oder auch im Reinheimer Café „Fräulein Ida“ durchgeführt.

Zum zehnjährigen Bestehen zeigte der Kurs eigene Werke im Generationentreff, wobei Marion Rauch, Ilka Walte, Karen Görgen, Rosemarie Weber, Ruth Rohr, Elke Hunsicker vom Stammteam, aber auch neue Hobbykünstlerinnen wie die Gersheimerinnen Marianne Martin und Renate Weyer vertreten waren. Alle wollen weitermachen. Treffpunkt ist samstags von 14 bis 16 Uhr.

Interessenten können sich bei Marianne Rauch, Tel. (0 68 43) 17 62 melden.

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