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Vorschau auf die Kirmes in Herbitzheim

Hier wird jetzt fünf Tage lang gefeiert : Herbitzheim freut sich auf seine fröhlichen Kirmestage

„Uff de Herwezummer Brigg, mit de Batschkapp im Knigg, mit de englisch gestreifte Hose...“. So beginnt eines der beliebtesten Kerwelieder, das ab Freitag (2. Oktober) auch wieder im 600-Seelen-Bliestaldorf Herbitzheim des Öfteren erschallen wird.

Bei der etwas anderen Kerb, der „mit Abstand besten“ sorgen 25 Mädchen und Jungs über fünf Tage wieder dafür, dass trotz eingeschränkter Möglichkeiten alte Traditionen gelebt werden. Nachdem sie sich schon seit Mitte August regelmäßig trafen, die „Festtage“ vorbereiteten, befinden sie sich jetzt im Endspurt.

„Das ‚Gleis 1’ am Bliestal-Freizeitweg war und ist unsere jetzige Heimat, dort wurden wir von der Wirtin Carola Jank gut aufgenommen,“ freut sich „Owerstraußbub“ Dustin Blatt. Gemeinsam mit seinem „Owerstraußmääde“ Franziska „Franzi“ Preukschat und Deborah Klein hat er alles federführend organisiert. Und er hat mitgeholfen, sowohl die fünf Neulinge – die Brüder Jonathan und Benedikt Frank (18 und 16 Jahre alt), Jan Lippmann (16), Lena Bauer (17) und Isabelle Klein (27) – aber auch die Wiedereinsteiger Simon Sand, Katharina Faber und Sascha Albrecht in die Truppe zu integrieren.

Am ersten Kerwe-Abend ist Baumschmücken angesagt – mit 4000 bunten Bändchen. Ist dann anschließend die Kerb ausgegraben, treffen sich alle am Gleis 1, wo ein großes beheiztes Zelt auf die Gäste wartet, und ab 18 Uhr das Duo „Thomas und Uli“ aus Kleintirol aufspielen wird. Zum pinkfarbenen „Food Truck“ kommen über die Tage noch weitere Live-Musiker: B.B.Kusch, der Pirmasenser Alleinunterhalter mit Keyboard, gastiert hier am Samstag ab 18 und montags ab 10 Uhr. Das gemeinsame Orchester der Musikvereine Breitfurt und Rubenheim spielt am Sonntag ab 11 Uhr zum Frühschoppen auf. Derweil hat die Straußgesellschaft an vielen Plätzen des Dorfes die Kerb ausgerufen und rüstet am Sonntag um 18 Uhr am Gleis 1 zur „kleinen aber feinen“ Kerweredd. Geschrieben von Dustin und Franzi mit Hilfe der Übrigen, wird sie dann von der Leiter aus von Oldie Markus „Boller“ Sand vorgetragen. Der 43-Jährige, der alljährlich aus dem Frankenland in seine Heimat kommt, ist zum 26. Mal der Herwezummer Kerweredner. Dabei werden die Zuhörer auch das Outfit der Straußgesellschaft bewundern können.

Am Montag (5. Oktober) werden nach Beginn des Frühschoppens um 10 Uhr ab 11.30 Uhr die traditionellen Lewwerknepp mit Sauerkraut kredenzt. Wirtin Carola bittet darum, die Sitzplätze vorab zu reservieren: Tel. (0176) 20 20 76 74. Hat sie über die Festtage eine eigene Kerwekarte mit Spezialitäten, darunter auch Weißwürste mit Brezen, gibt’s am Dienstag „Saures“, nämlich eingelegte Heringe. Beginn ist um 18 Uhr.

Wer über die Tage die Straußgesellschaft, die auf Brückenzoll und Lumpezuch durchs Dorf verzichtet, unterstützen will, kann seinen Obolus in der eigens am Gleis 1 aufgestellten Spendenbox entrichten.

Die „Fußball-Kerb“ läuft in diesem Jahr erstmals „seit Menschengedenken“ nicht auf dem „gefürchteten“ Herwezummer Hartplatz, sondern auf dem gepflegten Rubenheimer Rasenplatz. Samstags steigt ab 10 Uhr ein F-Jugendturnier. Um 15 Uhr kreuzt die Frauenmannschaft die Klingen mit dem SV Bruchhof-Sanddorf und abends um 18.30 Uhr empfangen die „Alten Knochen“ den FV Fechingen. Die Landesligamannschaft hat sonntags, 4. Oktober, um 13.15 Uhr den SV Furpach zu Gast.