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Storchennest in Bliesbruck-Reinheim erneuert

Kostenpflichtiger Inhalt: Diesen wunderbaren Flugobjekten konnte geholfen werden : Die Familienplanung kann beginnen

Das alte zerbröselte Nest der Störche im Europäischen Kulturpark ist fachmännisch instand gesetzt worden.

Es war zu Beginn dieses Jahres, als uns der pensionierte Hobbyfotograf Walter Veith ein paar Zeilen schrieb und ein aktuelles Bild hinzufügte. Es zeigte den erbärmlichen Zustand des Nestes der Störche im Europäischen Kulturpark Bliesbruck-Reinheim. Der Mann durchstreift sehr regelmäßig das Gelände und erfreut viele Menschen mit seinen Fotos. Ende 2019 kam er in der Redaktion vorbei mit einem besonderen Geschenk: ein Jahreskalender mit seinen schönsten Storchen-Bildern. Und dann stellte er vor Ort schon länger fest, dass sich an dem rund sieben Jahre alten Nest in luftiger Höhe Teile der Holzplattform gelöst hatten, wodurch auch eine Menge an Nistmaterial zu Boden fiel. Unsere Zeitung hat darüber berichtet, und so kam es, dass in einer konzertierten Aktion den langbeinigen Tieren geholfen wurde. Am Dienstag nun hat die Pressestelle des Saarpfalz-Kreises Vollzug gemeldet wie nachfolgend zu erfahren ist: „Schorch, der Storch, und seine Gattin“, so die Kreisverwaltung, „haben im Europäischen Kulturpark Bliesbruck-Reinheim wieder ein komfortables Nest. Ist dieses erst einmal von Männchen und Weibchen entsprechend hergerichtet, wird es wohl bald wieder Storchen-Nachwuchs tragen.“ Am Morgen des 21. Februar, also einen Tag nach Weiberfastnacht, rückten die Pfalzwerke mit Bagger, Hebebühne und einem komplett neuen Storchen-Horst inklusive Mast an, um in wenigen Stunden den alten Mast abzuschlagen und das neue tierische Zuhause zu errichten.

Der alte Nestkorb, der vornehmlich aus Holz bestand, war also morsch geworden, im Dezember schon zur Hälfte heruntergefallen und musste vor zwei Wochen abmontiert werden. Das fiel Naturschützern und aufmerksamen Parkbesucherinnen und -besuchern auf, die sich um die Zukunft des Storchenpaares sorgten. Wie zu beobachten war, ließen sich Schorch und sein Weibchen aber nicht so schnell von der „Leere“ abschrecken und nutzten den noch stehenden Mast auf ihre Weise. Doch nicht zuletzt aufgrund der bevorstehenden Brutzeit war Eile geboten, das nicht mehr vorhandene Nest zu ersetzen. Auf jeden Fall musste diesmal auch etwas Langlebigeres her, das war allen Verantwortlichen klar. So fertigte ein Schlosser aus Niederwürzbach im Eiltempo einen neuen Horst aus Edelstahl und eine passende Hülse als Aufsatz auf den Mast. Auch der neue Mast besteht jetzt aus robusten, beständigen Materialien.

Der Nestbau im neuen Storchenheim im Europäischen Kulturpark Bliesbruck-Reinheim kann nun unverzüglich beginnen. Die Besucher dort freuen sich bestimmt schon jetzt auf niedlichen Nachwuchs. Foto: Gerhard Mörsch

„In einer vorbildlichen Gemeinschaftsaktion von Pfalzwerken, Europäischer Kulturpark, Biosphärenzweckverband Bliesgau, Saarpfalz-Kreis und der unteren Naturschutzbehörde beim Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz (LUA) konnten wir zeitnah und noch rechtzeitig vor Beginn der Brutzeit dafür Sorge tragen, dass es unser Storchenpaar nun wieder bequem hat. Darauf können wir stolz sein. Unser Park hier auf der Grenze ist nicht nur Kultur und Archäologie, sondern weit sichtbar vornehmlich auch Natur. Eine wunderbare Natur, die Lebensraum für viele Tiere bietet, dankenswerterweise auch unserem Storchenpaar, das sich bei uns seit einigen Jahren sehr wohlfühlt. Diesen Lebensraum zu schützen, ist eine Aufgabe, die wir heute und auch in Zukunft sehr ernst nehmen“, betonte der Landrat und Vorsitzende der Stiftung Europäischer Kulturpark Bliesbruck-Reinheim, Theophil Gallo, vor Ort.