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Seniorenresidenz Gersheim sucht händeringend Mitarbeiter

Es fehlen zwölf von 68 Mitarbeitern : Zwölf Pflegekräfte sind derzeit nicht an Bord

Angespannte Personal-Situation in der DRK-Seniorenresidenz Gersheim: Händeringend wird Unterstützung gesucht.

Ist man derzeit personalmäßig noch voll im Soll, plant Geschäftsführer Theo Schwarz für die nächsten Monate. In der DRK-Seniorenresidenz Gersheim ist es derzeit wichtig – trotz der Krise und einer geringeren Zahl der Mitarbeiter – den Bewohnern und Bewohnerinnen einen geregelten Alltag zu bieten und ihnen das Gefühl der Normalität zu vermitteln.

Es fehlen momentan zwölf von insgesamt 68 Mitarbeitern, darunter auch die Pflegerin Elma S. aus Montenegro. Nachdem sie vor Wochen ihre Eltern zu Hause besucht hatte, fehlt ihr jetzt die Möglichkeit, aus dem Nicht-EU-Land auf dem Balkan ins Saarland, respektive nach Gersheim einzureisen. So hofft Theo Schwarz auf Ersatz.

Händeringend werden Mitarbeiterinnen und MItarbeiter gesucht, die dafür sorgen, dass die Pflegekräfte unterstützend von allen nicht pflegerischen Aufgaben freigehalten und damit entlastet werden können.

Gerade vor dem Hintergrund einer möglichen Ausweitung der Epidemie mit all ihren Begleiterscheinungen weist er auch auf den internen, von Heimaufsicht und Gesundheitsministerium vorgeschriebenen Pandemieplan hin. So würden Veränderungen in den Arbeitsabläufen und -routinen, auch Teilisolierungen von Bewohnern, die Anforderungen an das Personal ständig verändern. „Es wird jede Art von Unterstützung benötigt, insbesondere im Bereich der Hauswirtschaft und der Bewohnerküche“, so Schwarz. So sei man auch mit der Agentur für Arbeit, den Jobcentern im intensiven Austausch, um Helfer zu akquirieren, sie auch auf Minijob-Basis zu beschäftigen. Aber auch ehrenamtliche Helfer sind willkommen. Interessenten könnten sich gerne an ihn unter der Telefonnummer (06894) 10 02 60, wenden.

Schwarz verweist stolz auf das Engagement seiner Mitarbeiter in der Pflege als auch bei den administrativen Aufgaben. „Sie machen alle einen hervorragenden Job und sorgen dafür, dass die Bewohner und Bewohnerinnen sich wohlfühlen und es ihnen gut geht“, unterstreicht er. Auch die Beschränkungen durch Ausgangssperren und Grenzschließung seien für die elf Mitarbeiter, die in Frankreich wohnen, kein Hinderungsgrund, jeden Tag zur Arbeit zu kommen. Sie seien immer alle da, hebt lobend Theo Schwarz hervor. Zudem habe sich auch das Verhältnis zu den Angehörigen trotz Kontaktsperre von außen nach innen nicht verschlechtert. Bekanntermaßen dürfen Bewohnerinnen und Bewohner keinerlei Besuch empfangen. Das werde voll und ganz akzeptiert, meint der Heimleiter. Auch nutze man alle möglichen Kommunikationswege, von Telefon, Fax, über WhatsApp oder andere Messenger-Dienste, damit die Verbindung zwischen den Familienangehörigen nicht abreißt.

Krisenbedingt sei jedoch der Wegfall der Tagespflege, die nunmehr eine Aufnahme von Tagesgästen ausschließt, aber auch die Schließung des eigenen Café Henry zu nennen, was natürlich zu Umsatzeinbußen führen werde, so der Geschäftsführer der Einrichtung in Gersheim. Zudem musste auch der privat betriebene Friseursalon im Gebäude vorübergehend dicht machen. Neben den Bewohnern der Residenz hatte dieser aber auch viele Kunden außerhalb, die jetzt den Service nicht in Anspruch nehmen können.