Schmuckkästchen wird aufpoliert

Im Schmuckkästchen "Kleintirol" gab es lange Zeit Probleme, etwa mit wildem Parken, unkontrolliertem Zelten oder Müllablagerungen. Das habe sich, so Ortsvorsteher Klaus Hussong, inzwischen schon geändert.

Rubenheim. Idylle pur - so stellt sich die Naherholungsanlage Rohrental rund um den etwa einen Hektar großen gleichnamigen Weiher dar. Ob als Angler, der sich bei den Angelfreunden eine Tageskarte erworben hat, als Spaziergänger oder Erholungssuchender, der sich am schönen Anblick unberührter Natur erfreut: Jeder kommt in "Kleintirol", dem Schmuckkästchen, auf seine Kosten.Die Einwohner sind auch stolz auf ihren "Naturdiamanten". Ortsvorsteher Klaus Hussong spricht jedoch einen anderen Aspekt an. "Jahrelang hatten wir Probleme mit wildem Parken, mit unkontrolliertem Zelten. Zudem belastete einfach liegen gelassener Müll die Landschaft." Das hat sich jetzt geändert.

Die Gemeindeverwaltung hat sich das Projekt auf die Fahnen geschrieben. Gemeinsam wurde mit dem Ortsrat und den Angelfreunden, die die Anlage schon seit Bestehen (1980) gepachtet haben und auch pflegen, nach Verbesserungen gesucht. Hinzu kam, dass das bekannte Kleintiroler Weiherfest keine Zukunft mehr hatte. Auch hat der mittlerweile verstorbene Weiherwirt Rudi Welsch 2009 nach 29 Jahren den Betrieb des Kiosks eingestellt. Das Gebäude selbst war in die Jahre gekommen, der Anbau wurde mittlerweile entfernt. Interessenten, die im Rahmen der neu aufgestellten Nutzungssatzung feiern und campieren wollen, müssen beim Ortsvorsteher eine Kaution hinterlegen. Sie erhalten durch die Gemeindeverwaltung die Genehmigung zum Zelten. "Das funktioniert wunderbar", so Hussong.

Auch habe man das Problem der Doppel- und Mehrfachbelegung dadurch gelöst und die Abfallbeseitigung funktioniere. Ein zentrales Anliegen, das Parken, habe man dank der Genehmigung des Landesamtes für Umwelt- und Arbeitsschutz in den Griff bekommen. Auf einer eingezäunten Fläche sind 2020 Stellplätze ausgewiesen. "Im Rhythmus von zwei Jahren wird das Parkareal verlegt, so dass eine Regeneration des Grasbewuchses möglich ist", so der Ortsvorsteher.

"Mit den Maßnahmen sind wir nun einer Forderung des Ortsrates nachgekommen, die Naherholungsanlage touristisch aufzuwerten", ergänzt Bürgermeister Alexander Rubeck. Er kündigte an, dass weitere Maßnahmen folgen werden, um die Attraktivität noch zu steigern. Blickfang im Eingangsbereich der Anlage ist eine Begrüßungstafel mit Lageplan, die am Eingangsparkplatz in der Wittersheimer Straße aufgestellt wurde. Hier wird der Besucher in deutscher, französischer und holländischer Sprache begrüßt und später auch wieder verabschiedet. Der Parkplatz selbst wurde gepflegt, die Papier- und Glascontainer mit einem Sichtschutz versehen.

"Hier werden noch Bäume gepflanzt werden", kündigt Hussong an. Weiherwirt Hans-Günter Schwarz, der gemeinsam mit Günter Fromm die Gaststätte der Angelfreunde seit einem Jahr bewirtschaftet, zieht eine positive Zwischenbilanz, nachdem die Maßnahmen gegriffen haben. "Die Müllsituation hat sich verbessert, die Fahrzeuge parken zumeist auf den zugewiesenen Flächen, die Regelungen werden gut angenommen." "Im Rhythmus von zwei Jahren wird das Parkareal verlegt."

Ortsvorsteher Klaus Hussong

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