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Rat fordert schnelles Netz für Gersheim-Mitte

Rat fordert schnelles Netz für Gersheim-Mitte

Bürgermeister Alexander Rubeck will erneut mit der Firma Inexio reden, damit Gersheim-Mitte schnelles Internet bekommt. Besonders für Firmen im zentralen Ortsteil der Gemeinde sei das wichtig.

Insgesamt positiv bewertet wurde in der jüngsten Gemeinderatssitzung das Angebot des Telekommunikationsanbieters Inexio , der eine bessere Breitbandversorgung des Blies- und Mandelbachtals gewährleisten will. Die Firma will eine Glasfaserleitung aus dem Mandelbachtal weiterführen über Rubenheim, Herbitzheim, Gersheim und Niedergailbach bis zu einem Knotenpunkt im französischen Obergailbach (wir berichteten). Dennoch kritisierte etwa die Fraktionsvorsitzende der SPD , Christine Streichert-Clivot, dass diese Situation erneut zeige, dass die privatisierte Telekom den ländlichen Raum vernachlässige. Denn ein schnelles Internet gehöre heutzutage selbstverständlich zu einer ordentlichen Infrastruktur dazu.

Bedauert wurde außerdem, dass von Inexio vorgesehen ist, Gersheim-Mitte nicht an das Netz anzuschließen, weil hier offensichtlich zu wenige Bürger ihre Bereitschaft für einen Anbieterwechsel signalisiert hätten. Dies sei auch für die in Gersheim-Mitte ansässigen Firmen ein großer Nachteil.

Nachteil für Firmen

"Ich werde bei der Vertragsunterzeichnung noch einmal über dieses Problem mit der Firma reden", versprach Bürgermeister Alexander Rubeck . Diskutiert wurde auch die Problematik der Auflösung von Altverträgen und dem Abschluss von Vorverträgen mit der Firma Inexio . Jürgen Wack, Fraktionsvorsitzender der CDU , verwies auf die große Erfahrung der Firma in diesem Bereich: "Das werden die schon hinkriegen, die haben das ja schon öfter gemacht", war er überzeugt. Bedauert wurde zudem, dass die schnelle Geschwindigkeit auch relativ teuer bezahlt werden müsse.

Insgesamt, so Jürgen Wack, habe aber die Internetversorgung über Funk in Teilen der Parr dazu geführt, das sich dann auch die Telekom "bewegt" habe. In einem weiteren Tagesordnungspunkt bestand Einstimmigkeit: Die Gemeinden Mandelbachtal, Blieskastel und Gersheim werden ein gemeinsames Standesamt betreiben. Der Personalrat der Gemeindeverwaltung will indes die Gewissheit haben, dass keiner der Bediensteten nach Blieskastel wechseln muss. Bürgermeister Rubeck betonte in diesem Zusammenhang noch einmal ausdrücklich, dass bei den Kooperationsgesprächen nie von einer "Fusion" der drei Kommunen die Rede gewesen sei.