Niedergailbacher Wallfahrt mit Rekordbeteiligung

Rekordbeteiligung : Zur Wallfahrt in der Schweiz

Niedergailbacher pflegen Erinnerung an ihren Kirchenpatron Bruder Klaus.

Mit der Rekordbeteiligung von 52 Teilnehmern, überwiegend aus Niedergailbach und Reinheim, aber auch aus anderen Pfarreien, fand die viertägige Wallfahrt nach Flüeli in der Schweiz zum Patron der Niedergailbacher Pfarrkirche, dem heiligen Bruder Klaus statt. Vor der Abfahrt betete Gersheims Pfarrer Krystian Scheliga mit den Wallfahrern und erbat Gottes Segen für das Gelingen der Wallfahrt. Der erste Halt fand in Staufen im Breisgau statt, wo die festliche Messe mit Chorgesang in der Pfarrkirche St. Martin gefeiert wurde.

Nächste Station war Luzern. In der Jesuitenkirche war auch ein Gewand des heiligen Bruder Klaus zu sehen. Danach folgte die Weiterfahrt nach Sachseln zur Wallfahrtskirche, in deren Altar sich seit 1976 die Gebeine des heiligen Bruder Klaus befinden. Seit 1610 wird dort der „Rock“ des Heiligen verehrt. Mit einer Wort-Gottes-Feier wurde dann die eigentliche Wallfahrt eröffnet. Am zweien Tag feierten all in der oberen Ranftkapelle mit dem „Bruder Klaus-Kaplan“ Pater Josef Rosenast Eucharistie. Er brachte den Zuhörern aus dem Bliesgau in seiner lebendigen Predigt das Leben von Bruder Klaus und seiner Frau Dorothea nahe.

Die Kapelle wurde 1468 von Freunden und Nachbarn von Bruder Klaus erbaut. An ihr angebaut ist die Zelle, in der der Heilige zwei Jahrzehnte verbrachte und am 21. März 1487 verstarb. Während des Gottesdienstes wurde eine mitgebrachte von ehemaligen Wallfahrern gestiftete große Kerze gesegnet. Sie findet nun ihre Heimat in der Niedergailbacher Kirche, wo sie am Fest des heiligen Bruder Klaus aufgestellt und feierlich entzündet wird. Abends fand eine Lichterprozession durch Flüeli statt.

Der dritte Reisetag hatte die schweizerische Hauptstadt Bern zum Ziel. Als besonderer Höhepunkt wurde der Turm mit seinen 322 Stufen bestiegen und die Glockenstube besucht, die die größte und schwerste Glocke der Schweiz beherbergt. Auf der Rückfahrt ging’s zuerst nach Stein am Rhein im Schaffhausener Land und danach in den Schwarzwald mit St. Blasien mit seinem „Schwarzwälder Dom“ Wie Reiseleier Herbert Buhr mitteilte, soll die Wallfahrt in drei Jahren wieder stattfinden.

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