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Neuer Dorfplatz in Bliesdalheim: Bauarbeiten gehen voran

Es geht voran - auch mit dem Geld vom Land : Ein neuer Dorfplatz für Bliesdalheim

Das Land unterstützt die Baumaßnahme, die insgesamt 127 000 Euro kostet und vieles verändert.

Gewissermaßen ein Zeitsprung wird gerade in Bliesdalheim vorbereitet. Der Dorfplatz nahe der katholischen Kirche soll in etwa in den Zustand verwandelt werden, wie er in den frühen Jahren des vorigen Jahrhunderts ausgesehen hatte. Symbol dafür wird die aus Kalkstein bestehende, 1,20 Meter hohe Einfriedungsmauer zur Ortsdurchfahrt und dem Buswartehäuschen hin sein. Errichtet wird sie fachmännisch von einee Firma aus Oberfell an der Mosel.

Eine Geschichtstafel, vor zwei Jahren aus Anlass der 800-Jahr-Feier aufgestellt, führt den Betrachter in die Vergangenheit des Bliestal-Dorfes. Ansonsten soll der gesamte Bereich wieder regionaltypische Akzente erhalten, die bisher lieblose Atmosphäre in einen stimmungsvollen Verweilort umgewandelt werden. Dazu wird die Wiesenfläche von Mitarbeitern eines Saarwellinger Unternehmens geebnet, mit einer Linde bepflanzt, die danach von einer Rundbank umsäumt sein wird. Auch werden an die Mauer noch Sitzbänke gestellt sowie Gebietsteile geschottert und gepflastert.

Alles in allem kostet die Maßnahme rund 127 000 Euro. Das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz unterstützt die Gemeinde Gersheim mit rund 83 000 Euro aus Mitteln des Landes und Bundes aus dem Sonderrahmenplan „Ländliche Entwicklung“. Hinzu kommt noch eine Bedarfszuweisung des Innen-, Bau- und Sportministerium von rund 32 000 Euro, insgesamt rund 115 000 Euro.

Am Ende können sich die Bliesdalheimer auf einen attraktiven und dennoch schlichten Dorfplatz im Zentrum freuen. Er wird das knapp 600 Seelen zählende Dorf aufwerten. Er wird zum Verweilen einladen, als sozialer Treffpunkt dienen und auch auf die benachbarte Gastronomie und die Bäckerei ausstrahlen. Früher war der Dorfplatz durch Gastronomie, Metzgerei und Bäckerei umsäumt, ein Mittelpunkt der sozialen dörflichen Kommunikation. Bis ins Kriegsjahr 1939 befand sich dort auch ein für den Bliesgau einzigartiger Biergarten, der mit einer Rosskastanie und Trauerweide bepflanzt war.

Ideengeber für die Dorfmitte-Umgestaltung ist der gebürtige Bliesdalheimer Andreas Stinsky, der als Museumsleiter im Europäischen Kulturpark Bliesbruck-Reinheim arbeitet.