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Medelsheim möchte die Wehr für die Zukunft rüsten

Medelsheim möchte die Wehr für die Zukunft rüsten

Trotz positiver Jahresbilanz und erfolgreicher Jugendwehr herrscht Handlungsbedarf bei der Medelsheimer Feuerwehr. Eine Möglichkeit ist die engere Zusammenarbeit mit anderen Löschbezirken.

Die Feuerwehren müssen zukunftsfähig gemacht werden, damit sie überleben können, forderte Gersheims Bürgermeister Alexander Rubeck bei der Jahreshauptversammlung des Löschbezirkes Medelsheim . Im Feuerwehrgerätehaus lobte er die Jugendarbeit; verfüge die Nachwuchswehr im 500-Seelen-Dorf doch über 25 Mitglieder. Auch von einer intensiveren Kooperation sprach das Gemeindeoberhaupt. Neben der Bewältigung der finanziellen Einbußen, die auch die Wehr spüren werde, müssten die Organisationen innerhalb der Gemeinde, aber auch darüber hinaus ihre Zusammenarbeit verstärken. Vor dem Hintergrund, dass die Bliestalgemeinde in den vergangenen fünf Jahren über 300 Einwohner verloren habe und der Trend weiterhin bestehe, seien diese Anforderung notwendig, damit die Selbsthilfeeinrichtung weiterhin ihre staatlichen und kommunalen Aufgaben wahrnehmen und bewältigen könne.

Auch Kreisbrandinspekteur Uwe Wagner zeichnete ähnliche Szenarien. Er schlug vor, dass zur Stärkung des Ehrenamtes zumindest auf Kreisebene punktuell hauptamtliche Strukturen in einigen Bereichen geschaffen werden müssten. Neben den personellen Problemen innerhalb der "Mannschaften" sei es auch festzustellen, dass in der Führungsstruktur Probleme auftauchten. Es sei schwieriger geworden, Personen für Leitungsaufgaben zu finden.

Wehrführer Stefan Lugenbiel ergänzte, dass derzeit intensive Gespräche geführt würden, die Zusammenarbeit der Atemschutzgerätewarte innerhalb der zehn gemeindlichen Löschbezirke zu intensivieren. Auch werde nach dreijähriger Pause wieder ein Funklehrgang gemeinsam mit der Gemeindewehr Mandelbachtal angeboten. Löschbezirksführer Jörg Welsch skizzierte eine erfolgreiche Jahresbilanz der 24-köpfigen aktiven Wehr. Neben den zahlreichen Feuerwehr-Aktivitäten, wozu neben den vier Einsätzen auch drei Zugübungen gehörten und der Digitalfunk ins Fahrzeug eingebaut wurde, habe man wieder einen rundum gelungenen Jakobsmarkt gemeistert, die Martinsfeier unterstützt und eine Fahrt nach Bitburg unternommen.

Der 42-jährige Marco Fuchs wurde zum Nachfolger des stellvertretenden Löschbezirksführers Markus Vogelgesang gewählt, der zurückgetreten war. Neben einer erfolgreichen 24-Stunden-Übung oder Berufsfeuerwehrtag freute sich Jugendbeauftragter Michael Hahn, dass je vier Jungs und Mädchen die Leis-tungsspange erworben haben. Auch habe man sich wieder an der Picobello-Aktion beteiligt.

Geehrt wurde in der Versammlung Thorsten Vogelgesang für 15-jährige Zugehörigkeit. Zum Hauptbrandmeister wurde Hans-Jürgen Krämer befördert, zu Brandmeistern Michael Hahn und Markus Vogelgesang und zu Oberfeuerwehrmännern Marco Fuchs, Kilian Schöndorf und Benjamin Leyes.