„Mal was anderes“ in Gersheim

75 Figuren wechseln sich in 56 Szenen ab – das dürfte Rekord bei der Gersheimer Theaterwoche gewesen sein. Gleich bei ihrer Premiere war die Niederwürzbacher Formation „So ein Theater“ dafür verantwortlich. Und sie war nicht die einzigen, die auf der Bühne von sich hören machten.

. Mit drei Vorstellungen wurde die 30. Gersheimer Theaterwoche fortgesetzt. Ihre Premiere spielte die Niederwürzbacher Formation "So ein Theater". Unter der Regie von Veronika Kiesel hatte die Truppe "mal was anderes" einstudiert. Aus der Feder von Frank Pinkus und Nick Walsh stammte der Ablauf mit einem Kiosk an einer Autobahnraststätte im Mittelpunkt. "Currywurst mit Pommes", so titelte die Handlung. Dazu kamen Cola und Kaffee, Bratwurst und Frikadellen - und mittendrin die Chefin Penny, die am Tag Hunderte von Kunden kommen und gehen sieht.

75 Figuren wechseln sich in 56 Szenen ab. Vor der Pause sind alle auf dem Weg irgendwohin, nach der Pause befanden sie sich auf der Rückfahrt. Einiges hatte sich in den dazwischenliegenden drei Wochen entscheidend verändert...
Rentner büxt aus

Innerhalb des schrillen und verrückten Comedy-Bilderbogens taucht unter anderem ein Rentner auf, der von seinen Kindern ins Seniorenheim abgeschoben werden soll und gleich wieder "ausbüxt". Es erscheint die sächsische Familie auf dem Weg nach Italien, jedoch mit großen Problemen beim Lesen der Straßenkarten. Dazu gesellten sich noch zwei junge Männer auf dem Weg zur Schauspielschule-Aufnahmeprüfung.

Die Darsteller waren Nina Becker, Jessica Bieg, Stefanie Brettar, Karin Döring, Petra Enders, Gerda, Philipp und Sebastian Groh, Klaus Haas, Peter Krug, Simone Richter, Heiko Schwarz, Nicole Staub, Susanne Vientini und Marco Wust.

Die Herbitzheimer Gruppe Sodom und Gomorrha zeigten vor fast ausverkauftem Haus den Gombold-Dreiakter Kohle, Moos und Mäuse. Wie schon bei den beiden "Heimspielen" in der Bürgerhaushalle bot das elfköpfige Ensemble beste Laienspielkost. Mit von der Partie waren Dustin Blatt, Wolfgang Albrecht, Rainer Eiswirth, Deborah, Laura und Thomas Klein, Daggi Nicolai, Kristina, Nora und Walter Sand und Tim Schumacher.

Die "Althornbacher Storcheschnäbbel" hatten bei ihrem 15. Gastspiel einen Knaller parat. Sowohl die Handlung als auch die pointierten Einsätze während der drei Akten des Stückes "Der Geist im Rathaus" von Hans Schimmel begeisterten die vielen Zuschauer. Mit der Inszenierung wurde die Gruppe aus der Westpfalz einmal mehr ihrem Ruf als großartiges Laienspielensemble gerecht. Viel Beifall gab es für die überzeugende Darbietung bei "Der Geist im Rathaus". Zur Handlung: eine nach oben strebende neue Bürgermeisterin bringt frischen Wind ins Rathaus und ins Leben zweier Mitarbeiter.
Das Beamtenleben

Neben vielen Beamtenklischees bestand das Komödien-Menü aus weiteren Zutaten: zwei verfeindete Nachbarinnen, eine diensteifrige Putzfrau und natürlich der Rathausgeist mitsamt Gegenpart, einer Wahrsagerin. Auf der Bühne waren Edwin Adam, Nadine Burkhardt, Bernd und Manuela Kipp, Melanie Lenz, Corinna Licht, Petra und Sophia Mohring und Silke Peter.

Zum Thema:

Auf einen BlickRestprogramm der 30. Gersheimer Theaterwoche: Freitag, 22. Januar, 20 Uhr, Fabula Heidstock, "Hüttenzauber und andere Geheimnisse", Komödie von Heidi Mager, Sonntag, 24. Januar, 16 Uhr, Theatergruppe des Musikvereins Mimbach, "Sie können kochen?", Lustspiel von Claudia Gysel. Tickets kosten acht Euro (ermäßigt sieben Euro). Vorverkaufsstellen: Postfiliale Bruckart Gersheim , Tel. (0 68 43) 15 39, Gaststätte "Gersheimer Landhaus", Tel. (0 68 43) 12 22, Bäckereifiliale Lenert im Bickenalb-Center Altheim, Tel. (0 68 44) 17 47 66, Rathaus Gersheim , Tel. (0 68 43) 80 13 01, E-Mail: hfrenzel@gersheim.de, Internet: www.gersheim.de . ott

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