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Landesbester Azubi Leon Preukschat kommt aus Herbitzheim

Eine große Karriere liegt nun vor diesem mann aus Herbitzheim : „Die beste Entscheidung, die ich treffen konnte“

Leon Preukschat aus Herbitzheim ist landesbester Auszubildender als Elektroniker für Automatisierungstechnik.

Eigentlich wollte der Herbitzheimer Leon Preukschat nach seinem Abitur auf dem Von-der-Leyen Gymnasium in Blieskastel ein duales Maschinenbau-Studium beim Homburger Unternehmen Bosch beginnen. Doch stattdessen startete er eine Ausbildung zum Elektroniker für Automatisierungstechnik. Jetzt ehrten ihn – wenn auch nur durch die Urkunde und ohne Bestenfeier – Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans sowie die Industrie- und Handelskammer (IHK) für seinen besonders guten Abschluss als Landesbester. „Im Nachhinein war das die beste Entscheidung, die ich treffen konnte“, so der 22-Jährige. In seiner praktischen Prüfung entwickelte er mittels einer intelligenten Schnittstelle (IoT-Gateway) und einer Visualisierungssoftware eine Oberfläche, über die Leistungs-Parameter und Zustände aus dem Inneren der Maschine nach außen getragen werden können. Er habe sich schon immer für Technik interessiert. Mathematik und Physik waren seine Lieblingsfächer. In seiner „Lehrzeit“ beschäftigte er sich neben der Automatisierungstechnik auch viel mit Regeltechnik bei Motoren, Spulen und Kompensatoren. Dass auch noch die Programmierung sowie innerhalb der Lernfelder Gleichstrom, Wechselstrom sowie Motor- und Gleichstromtechnik dazu kamen, sorgte für eine große Bandbreite und Abwechslung. So konnte er sein Wissen erweitern und sich für kommende Aufgaben qualifizieren.

Höhepunkt innerhalb der dreijährigen Ausbildungszeit sei im Oktober letzten Jahres der dreiwöchige Aufenthalt im Bosch-Werk im süditalienischen Bari gewesen. „Bosch bietet solche Auslandsaufenthalte innerhalb des konzern-internen Azubi-Austauschprogramms regelmäßig an, um den Lehrlingen die Chance zu geben Erfahrung zu sammeln“, so Preukschat. In Italien wie auch in Homburg habe er viel gelernt, erlebte eine für sich sehr wertvolle und wichtige Zeit.

Tiefere Einblicke in die Werksstruktur gewann er beim zweimonatigen Betriebsdurchlauf. Dort lernte er Abläufe in allen Abteilungen kennen. Vor wenigen Wochen begann er, nachdem er durch Bosch-Rexroth Homburg übernommen wurde, in der Hochschule Esslingen University of Applied Sciences sein Elektrotechnik-Studium. Finanziell abgefedert wird es durch ein Bosch-Rexroth-Stipendium. In den Semesterferien kehrt er dann immer wieder in seinen Ausbildungsbetrieb zurück, ergänzt das Vollzeit-Studium mit praktischer Arbeit. Als Hobby-Fußballer hält er sich normalerweise im Training beim Landesligisten SG Bliesgau fit. In Corona-Zeiten musste er, wie viele andere, auf Individualtraining umstellen. Er hofft jedoch, bald wieder mit seinen Mannschaftskameraden kicken zu können.