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Kreuzigungsgruppe in Medelsheim wird jetzt restauriert

Denkmalschutz ist hier kein leeres Versprechen : Die sehenswerte Kreuzigungsgruppe wird saniert

Das Denkmal auf dem Pirminiusplatz in Medelsheim wird nun fachmännisch instand gesetzt.

Mit dem Abbau des Kreuzes und der beiden Assistenzfiguren begannen die Arbeiten zur umfangreichen Restaurierung der Kreuzigungsgruppe auf dem Medelsheimer Pirminiusplatz. Die beiden saarländischen Firmen Glöckner aus Neunkirchen und Mrziglod-Leiß aus Tholey werden in den nächsten Monaten sowohl Sandsteinarbeiten erledigen als auch die Farbfassung erneuern.

Das unter Denkmalschutz stehende Ensemble wurde vor genau 190 Jahren errichtet. 1952 wurde das Kreuz, das im Krieg beschädigt worden war, erstmals restauriert. Die farbige Gestaltung mit Mineralfarben erfolgte durch den Restaurator Nauert aus Gutenthal, der im Jahr 1974 wieder eine umfassende Nachbesserung vornahm. 1987 wurde das sehenswerte Ensemble erneut saniert, wobei diesmal in einem aufwendigen Berieselungsverfahren der mürbe gewordene Sandstein gefestigt wurde.

Danach wurde die Kreuzigungsgruppe erneut gefasst. Die letzte Sanierung fand dann im April des Jahres 2004 statt. Heute weisen Teile des Kreuzes mit seiner aufwendigen Farbfassung und die Inschrift erneut starke Verwitterungs-Schäden auf.

Erstmals wurden diese vor fünf Jahren festgestellt. Auch sind größere Teile der Inschrift herausgebrochen. Zusammen mit der dahinter stehenden Kirche St. Martin bildet die Kreuzigungsgruppe in exponierter Lage den Mittelpunkt des Gersheimer Dorfes Medelsheim, durch den ja auch die südliche Route des Jakobsweges von Hornbach nach Metz verläuft.

Die Gesamtkosten der Sanierung belaufen sich voraussichtlich auf rund 50 000 Euro, wobei die Hälfte aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm des Staatsministeriums für Kultur und Medien beigesteuert werden. Weitere Geldgeber sind der Saarpfalz-Kreis, das Land, die Gemeinde Gersheim sowie private Spender.