„Bester Freund, fröhlich, hilfsbereit und zuverlässig“ Nur eine Stammzellspende kann den krebskranken Leon (12) aus Kleinblittersdorf retten

Update | Gersheim · Für den zwölfjährigen Leon aus Kleinblittersdorf soll es trotz der Diagnose Blutkrebs weitergehen. Schule, Vereine und Freunde rufen am 15. und 23. September zu Typisierungsaktionen auf, bei der ein passender Stammzellspender gefunden werden soll.

Krebskranker Leon aus Kleinblittersdorf braucht Stammzellspende
Foto: DKMS

Gerade hat sich ein passender Spender für den tumorkranken Bebelsheimer Vize-Löschbezirksführer Martin Heinrich gefunden und Hoffnung keimt auf, da werden wenige Orte weiter schon neue Typisierungsaktionen nötig. Diesmal für den zwölfjährigen Leon aus Kleinblittersdorf. Wie die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) berichtet, leidet er unter Blutkrebs – nur eine Stammzellspende kann sein Leben retten.

„Er fehlt uns sehr!“

Leon ist begeisterter Schlagzeuger, leidenschaftlicher Fußballer und engagiert sich im Karnevalsverein. In jeder ruhigen Minute trommelt er mit seinen Stiften im Takt. Seine warmherzige und sympathische Art seien eine große Bereicherung für seine Mitmenschen. Die Familie beschreibt Leon als ein „lebensbejahendes, fröhliches und sozial fest verwurzeltes Kind“.

Die Bedeutung seines Namens mache ihm alle Ehre – Leon, der Löwe, eine Kämpfernatur. Seine Fußballkameraden und Freunden beschreiben ihn als großartigen Menschen und tollen Freund. Nicht nur auf dem Fußballfeld ist Leon ein Freund, Teamplayer und Kämpfer. Auch außerhalb des Feldes ist er als helfende Hand für seine Familie, Freunde und bei Veranstaltungen in seinen Vereinen unterstützend zur Stelle.

Schockierende Nachricht vor den Sommerferien

Doch kurz vor den Sommerferien kam laut DKMS die schockierende Nachricht: Leon ist an Blutkrebs erkrankt. Die Eltern erinnern sich an den Moment, der alles veränderte: „Die Diagnose hat sein gesamtes Umfeld sehr geschockt, da niemand damit gerechnet hat. Seitdem ist das Leben nicht mehr so, wie es vorher war. Wir sind nun von Leons Tagesform und seinem Therapieplan abhängig. Spontane Dinge des Alltags, wie sich mit seinen Freunden zu treffen oder seinen Hobbies nachzugehen, sind nur noch schwer oder gar nicht mehr möglich. Wie bei allen Familien, die eine solche Diagnose erhalten, dreht sich nun alles um die Genesung des betroffenen Familienmitglieds.“, berichtet Leons Vater. Die Suche nach der Nadel im Heuhaufen beginnt. Denn die Transplantation setzt die erfolgreiche Suche nach Leons genetischem Zwilling voraus.

„Er fehlt uns allen sehr“, beteuert der Jugendleiter seines Sportvereins. Wegen der Erkrankung kann Leon aktuell nicht zur Schule gehen. „Wir wollen nicht tatenlos zusehen, sondern Leon und seine Familie bestmöglich unterstützen!“, macht auch Leons Klassenlehrerin deutlich. Denn neben den diversen unterstützenden Vereinen aus Leons Heimatgemeinde, ruft auch seine Schule, die Gemeinschaftsschule Gersheim zur Registrierung auf. Das Kollegium inklusive der Schulleitung zeigt sich solidarisch und veranstaltet neben einer Registrierungsaktion für die Schüler an diesem Freitag, 15 September, zwischen 13 und 17 Uhr, auch eine öffentliche Registrierungsaktion. Ort ist das Schulgebäude in der Schulstraße 32.

Laut DKMS übernimmt Gersheims Bürgermeister Michael Clivot die Schirmherrschaft. Auch seine Frau, Saar-Bildungsministerun Christine Streichert-Clivot werde laut DKMS bei der Typisierung persönlich anwesend sein. Mit der Verbreitung des Aufrufes werde auf das wichtige Thema Blutkrebs und dessen Heilungschancen aufmerksam gemacht. Die Devise laute: Mehr ist Mehr!

Zweite Typisierungsaktion in Auersmacher

Auch die Klasse von Leon setze alle Hebel in Bewegung, damit die Aktion ein Erfolg wird. So sammelten die Mitschüler beispielsweise Ideen für die Gestaltung des Flugblattes und sie werden am Freitag die Spender verköstigen. Eine Woche später findet eine zweite Aktion in Auersmacher statt: am Samstag, 23. September, 111 – 15 Uhr, im Feuerwehr-Gerätehaus in der Sitterswalderstraße 71.

Dort haben sich laut DKMS Leons Sportverein, der Karnevalsverein sowie der Jugendclub mit der freiwilligen Feuerwehr und dem Bürgermeister Rainer Lang als Schirmherr zu einem Bündnis im Kampf gegen Blutkrebs zusammengeschlossen. Mit vereinten Kräften werde seit Wochen an einem Rahmenprogramm gefeilt, das zum Verweilen einladen soll.