Kirmes in Peppenkum Die Bebbekumer Kirb startet am Freitag

Peppenkum · Die 24-köpfige Straußjugend hat in der Parr und den Nachbardörfern schon kräftig Werbung gemacht.

Die Peppenkumer Straußjugend bei einer Rast während ihrer Straußfahrt

Die Peppenkumer Straußjugend bei einer Rast während ihrer Straußfahrt

Foto: Johanna Sandmeier

Die Peppenkumer Kirb mit Kirweredd und Live Musik im Dorfgemeinschaftshaus beginnt am Freitag, 10. November. Dabei wird auch eine 24-köpfige Straußgesellschaft für Stimmung sorgen.

Alle Mitglieder sind zwischen 16 und 36 Jahre alt. Dazu kommt noch der älteste Straußbub oder besser gesagt der 53-jährige Straußopa Hans-Jürgen Sandmeier, bekannt als „Jolle“. Die meisten Mitglieder stammen aus Peppenkum. Mit dabei sind aber auch welche aus den umliegenden Dörfern Riesweiler, Pinningen und Seyweiler. Gesungen werden unter anderem traditionelle jahrzehntealte Lieder wie „Quetschekuche“, „Bebbekumer Stromer“ oder „ich will eh Schnäpsje han“.

Zur Kleidung gehört ein kariertes Hemd, dessen Farben jährlich zwischen blau, rot und grün wechseln. Diesmal ist grün an der Reihe. Unter den Hemden wird noch ein Kirwe-T-Shirt angezogen, auf dem ein Spruch zu lesen ist. In den vergangenen Jahren waren unter anderem vielsagende Sprüche wie „Auch es Bickealb Wasser wird zum edlen Tropfen, mischt man es mit Malz und Hopfen“, „Mir Bebbekumer genieße es Urpils und de Klare, am falsche Enn duhn mir nit spare“ dabei. Aktuell lautet die Formulierung „Schnaps un Bier, sin des Bebbekumers Lebenselixier“.

Bei der Straußfahrt im Vorfeld der Kirb ging es durch Dörfer wie Brenschelbach, Blieskastel, Breitfurt und Reinheim. Endstation war die Böckweiler Kirb. Höhepunkte des Tages waren beispielsweise das Rum-Tasting bei Diana und Patrick in Reinheim oder die von der Brenschelbacher Straußgesellschaft gesponserten „Moose“.

Anders als in vielen Bliesgau-Dörfern heißt es in Bebbekum Kirb und nicht Kerb. Die Tradition wurde über die Generationen hinweg weitergegeben. An dem Abend wird auch die wie schon seit Jahren von Lisa Sandmeyer und Alina Allgeier geschriebene traditionelle Kirweredd vorgetragen. Beide gehen dabei auf legendäre Geschehnisse seit der letzten Kirb ein, die aufgearbeitet werden. Originale wie beispielsweise „Oma Edith“, „der Autoexperte Simon Schöndorf“ oder „Der Schaffer Tommy mit seiner Firma Rast und Ruh- morgens geschlossen und mittags zu“ sind wieder dabei. Sonntags folgt die offene Singstunde des MGV Peppenkum mit Frühschoppen.