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Jugendkreuzweg in Bliesdalheim heute im Zeichen der Ökumene

Jugendkreuzweg in Bliesdalheim heute im Zeichen der Ökumene

Heute findet ab 17 Uhr in Bliesdalheim der gemeinsame Ökumenische Jugendkreuzweg der Protestantischen Kirchengemeinden im Bliesgau und der katholischen Pfarrei Heilig Kreuz Gersheim statt. Treffpunkt ist an der katholischen Kirche St. Wendelinus Bliesdalheim .Der Weg führt anschließend über verschiedene Stationen durch Bliesdalheim und endet in der Evangelischen Kirche.

"Wo bist Du, Gott?" - das fragt der Ökumenische Kreuzweg der Jugend in diesem Jahr inmitten von Leid und Schmerz, von Krieg und Konflikt, auf der Suche nach Sinn und dem, woran Christen glauben. Diesmal steht auch der sehnsüchtige oder auch verzweifelte Ruf in beiden Richtungen, nämlich zu Gott und zu den Menschen, im Fokus. Das greifen die Texte und Bilder auf. Sie erzählen von der Suche nach Gott und von der Suche Gottes nach dem Menschen. Fotobearbeitungen der Straße Via Dolorosa in Jerusalem, dem Weg, den auch Jesus vor seiner Kreuzigung bis zum Hügel Golgatha gehen musste, bebildern die einzelnen Stationen. Sie ermöglichen, sich dem Kreuzweg Jesu, den Konflikten in Jerusalem wie denen in unserer Gesellschaft und im eigenen Leben zu nähern. Die schwarz-weiß Fotos, die von Matthias Wähner, Professor an der Akademie der Bildenden Künste in München stammen, zeigen das Alltagsgeschehen auf der Via Dolorosa. Auch zeigen die Bilder, deren Originale den Kreuzweg in der Münchner Herz-Jesu-Kirche bilden, Orte des Wegs in Jerusalem, auf dem Menschen bis heute auf den Spuren des Kreuzwegs Jesu folgen.

1958 begann der Jugendkreuzweg als "Gebetsbrücke" zwischen jungen katholischen Christen in der Bundesrepublik und der ehemaligen DDR. Seit 1972 wird er ökumenisch gebetet. Heute überbrücken die gemeinsamen Worte Konfessionen, Gesinnungen, Generationen. Mit jährlich 60 000 Teilnehmern gehört er zu den größten ökumenischen Jugendaktionen.