Angelsportverein Peppenkum Noch ist der schwere Gülle-Schaden nicht reguliert

Peppenkum · Trotz des Schadens von geschätzt 18 000 Euro setzen Peppenkums Angler viele neue Bachforellen in die Bickenalb.

 Der Fischtag des Angelsportvereins Peppenkum soll an Karfreitag wieder stattfinden. 2018 präsentierten (von links) Jörg Weber, Mathias Hartz, Georg Lambert und Dieter Biron Regenbogenforellen.

Der Fischtag des Angelsportvereins Peppenkum soll an Karfreitag wieder stattfinden. 2018 präsentierten (von links) Jörg Weber, Mathias Hartz, Georg Lambert und Dieter Biron Regenbogenforellen.

Foto: Wolfgang Degott

Der verheerende Gülleunfall in der Bickenalb im Mai letzten Jahres überschattete das komplette Vereinsjahr des Angelsportvereins Peppenkum. Bei der Jahreshauptversammlung sprach Vorsitzender Dieter Biron, der dem 1976 gegründete Gemeinschaft seit 15 Jahren vorsteht, davon, dass ein Schaden von rund 18 000 Euro entstanden sei, so errechnete es der Biologe Sebastian Hoffmann vom saarländischen Fischereiverband. Bisher habe man trotz gestellten Strafantrags gegen den Verursacher noch keinerlei Regulierungsaktivitäten feststellen können. Mittlerweile habe die deutsche Staatsanwaltschaft, so Biron, das Verfahren an die französischen Behörden abgeben. Die Bickenalb war durch Gülleeinleitung verseucht worden (wir berichteten). Dabei starben alle Fische, Krebse und Kleintiere in dem aus Frankreich kommenden Bach. In seinem Rechenschaftsbericht sprach Biron, dass außerhalb der coronabedingten Pausenzeiten erfolgreiche Arbeitseinsätze am Vereinsweiher stattgefunden hätten und vom Verein auf einer Länge von fünf Kilometer seit nunmehr 20 Jahren angepachtete Bickenalb mit neuem Besatz versehen worden war.

Auch Gewässerwart Matthias Hartz ging in seinem Bericht auf den „Gülleunfall“ ein und erwähnte, dass das Gewässer ab wenige Meter hinter der Staatsgrenze bis knapp acht Kilometer weiter zur Grenze nach Rheinland-Pfalz an der Mündung in den Hornbach am meisten betroffen gewesen war, dass neben dem Peppenkumer auch der Altheimer und der Mittelbacher Angelsportverein geschädigt worden seien. Er erläuterte, dass nach Angaben der Biologin des saarländischen Fischereiverbandes, Claudia Klos-Engels, sich der Bach erholen werde. So beschlossen die Mitglieder, 50 Kilogramm fangreife wie auch 5000 Brütlinge der Bachforelle einzusetzen. In den letzten vier Jahren habe der ASV, so Hartz, rund 20 000 dieser Fische eingesetzt. Auf Antrag beschloss die Versammlung ein Sauerstoffgehalt-Messgerät „PH-Analytics“ anzuschaffen. Festgelegt wurde, dass die Vereinsmeisterschaft am Samstag, 9. April, von 14 bis 17 Uhr, und der zweite Durchgang am Samstag, 17. September, stattfinden wird. Die in den beiden letzten Jahren ausgefallen Fischtage sollen jetzt wieder fortgesetzt werden. Der erste am Karfreitag, 19. April, und der zweite am Sonntag, 2. Oktober, jeweils im Feuerwehr-Gemeinschaftshaus Peppenkum.

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