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Gemeinschaftsschule Gersheim ist im Umweltschutz sehr aktiv

Die Gemeinschaftsschule Gersheim macht vor, wie es geht : Schüler setzen auf aktiven Umweltschutz

Der Frühling erwacht so langsam aus seinem Winterschlaf – und aus der Covid-19-Starre. Das setzt bei allen an der Gemeinschaftsschule Gersheim viel Energie frei, schreibt die Schulleitung. Gemäß einem der Grundsätze, nämlich eine naturnahe Schule zu sein, arbeiten die Schülerinnen und Schüler in Gersheim seit Wochen an Projekten, die der Umwelt guttun.

Zuerst wurden im Fach Arbeitslehre Meisen-Nistkästen aus Holz hergestellt. Diese sollen nicht nur den heimischen Singvögeln einen Platz zum Brüten geben. Vielmehr geht es damit den Eichenprozessionsspinnern an den Kragen. Aber ganz natürlich und ohne Gift. Meisen sind nämlich die natürlichen Fressfeinde der Raupen mit den unangenehmen Brennhaaren. Der Tipp zum Projekt kam vom NABU, dem Naturschutzbund Deutschlands. Und weil auch die Gemeinde davon einen Nutzen hat, wurde das notwendige Material zur Herstellung der Brutkästen vom Gersheimer Bürgermeister Michael Clivot gesponsert (wir berichteten). Seitdem konnten schon 35 Kästen fertiggestellt und an die Gemeinde übergeben werden.

Das kam auch dem Saar-Umweltminister Reinhold Jost zu Ohren. In einem Schreiben dankte er der Schule für den praktischen Umweltschutz. Nicht nur würden die Schüler auf die Gefahren des Eichenprozessionsspinners sensibilisiert, sondern auch handwerkliche Fertigkeiten erlangen, so Jost in seinem Brief an Schulleiter Günther Clemens. „Das ist schön, wenn unsere Kinder für ihren Einsatz Anerkennung und Respekt von höchster Stelle bekommen“, sagt Clemens. Und als leidenschaftlicher Imker freut er sich über eine weitere Aktion im Zusammenhang mit der „Draußenschule“, von dem die Schulbienen profitieren werden.

Ein Projekt aus Kirkel hat der Schule für das umweltpädagogische Projekt mehr als 200 Blumensamen-Kugeln zum Pflanzen geschenkt. Entstanden ist der Kontakt über eine engagierte Mutter eines Schülers aus der sechsten Klasse. Ende April, wenn nicht mehr mit Bodenfrost zu rechnen ist, werden diese „Seedballs“ rund um das Schulgelände verteilt. Das wird die Blütennektar-Produktion ordentlich antreiben. Gersheimer Honig wird jedes Jahr hergestellt und an die Schulgemeinschaft weitergegeben. Darum kümmert sich an der Gemeinschaftsschule Gersheim die Schulimkerei-AG. Sie betreibt das ganze Jahr hindurch aktiven Umweltschutz, weil sie sich darum kümmert, dass es den Bienenvölkern gut geht. Das kann auch Corona nicht verhindern.