Geldautomat in Gersheim-Reinheim gesprengt - Täter fliehen ohne Beute

Geldautomat in Reinheim gesprengt : Polizei geht nicht von organisierter Bande aus

Wieder wurde im Saarland ein Bankautomat gesprengt. Dieses Mal versuchten zwei bislang unbekannte Täter Geld aus einem Automat in Gersheim-Reinheim zu erbeuten.

Abermals haben Unbekannte einen Geldautomaten gesprengt. Dieses Mal geschah die Tat in Gersheim-Reinheim. Wie Polizeisprecher Laßotta der Saarbrücker Zeitung auf Anfrage mitteilte, ist ein Automat der Sparkasse betroffen.
Gegen 3.40 Uhr informierten Zeugen die Polizei über zwei dunkel gekleidete und maskierte Personen, die sich vom Tatort in Richtung Frankreich entfernten. Dazu benutzten die mutmaßlichen Täter einen schwarzen Renault Laguna.

Die Spurensicherung stellte vor Ort fest, dass der Automat gesprengt worden war, vermutlich mit einem Gasgemisch, das zur Explosion gebracht wurde. Die Sprengung hat den Geldautomaten zwar erheblich beschädigt, dennoch mussten die Täter ohne Beute fliehen. „An die Geldkassetten sind die Täter nicht herangekommen“, sagt Laßotta.

Trotz einer unmittelbar eingeleiteten Fahndung konnten die beiden maskierten Personen unerkannt entkommen. Die Polizei geht derzeit nicht davon aus, dass es sich bei den beiden Tätern um Mitglieder der Bande handelt, die mutmaßlich für die Sprengung der Geldautomaten in Saarbrücken und Merzig verantwortlich ist. „Bei den anderen Taten gibt es ein Muster im Vorgehen. Das ist hier nicht zu erkennen“, sagte Laßotta. Die Täter hätten bei Weitem nicht so professionell agiert, wie beispielsweise in Merzig oder Saarbrücken.

Der Bande werden mehr als 500 Taten zugerechnet, die vor allem in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen begangen worden sind. Vermutlich agieren sie von den Niederlanden aus, da die Fluchtfahrzeuge – häufig der Marke Audi niederländische Kennzeichen tragen. Die Tatobjekte, die von den Tätern im Vorfeld gründlich ausgespäht werden, liegen meist unweit von Landesgrenzen oder nahe an Autobahnen. Nach den Taten nutzen die Diebe leerstehende Garagen oder Schuppen, um sich vor ersten Fahndungsmaßnahmen der Polizei zu verbergen.

Foto: BeckerBredel

Zeugen, die Beobachtungen gemacht haben, die in Zusammenhang mit der Tat in Reinheim stehen könnten, werden gebeten, sich unter Tel. (06 81) 9 62 21 33 an den Kriminaldauerdienst zu wenden.

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