Freundschaft wurde wieder neu besiegelt

Freundschaft wurde wieder neu besiegelt

Verdun ist nicht nur die Stadt des Friedens, sie liegt auch genau in der Mitte zwischen Gersheim und Bazancourt. Vertreter beider Gemeinden trafen sich jetzt dort, um ihre seit 30 Jahren andauernde Partnerschaft zu erneuern.

Was die beiden Bürgermeister Michel Prévoteau aus Bazancourt und der Gersheimer Siegfried Wack vor 25 Jahren durch ihre Unterschrift begründeten, wiederholten die heutigen Gemeindeoberhäupter Yannick Kerharo und Alexander Rubeck . Rund 100 Gäste, ehemalige und aktive Gemeinderatsmitglieder und Vertreter der beiden Partnerschaftsvereine, verfolgten im Sitzungssaal des Rathauses von Verdun eine denkwürdige Feier.

Verduns Stadtoberhaupt Bürgermeister Samuel Hazard hob die Bedeutung einer solch langen Gemeindepartnerschaft und die Wahl der "Stadt des Friedens" als Ort dieser Erneuerung der Jumelage mit ihrer herausragenden Symbolkraft, heraus. Er erinnerte daran, dass fast auf den Tag genau vor 30 Jahren, am 22. September 1984, François Mitterrand und Helmut Kohl mit dem Handschlag in Verdun ein international beachtetes Zeichen der Versöhnung beider Staaten gesetzt hätten. Aus den Beziehungen beider Gemeinden, so Kerharo, seien Freundschaften deutscher und französischer Familien erwachsen. Die Partnerschaft sei sehr lebendig. Dabei nannte er auch die vitale Verbindung der beiden Schulen, dem Collège Georges Charpak Bazancourt und der Gemeinschaftsschule Gersheim , die schon auf eine 35-jährige Geschichte zurückblicken könne. Alexander Rubeck unterstrich, dass Verdun, auf halber Strecke zwischen Gersheim und Bazancourt gelegen, auf Schritt und Tritt Zeugnis ablege von dem, was mahnen solle. Man dürfe nicht nachlassen auf dem Weg zu einem wirklich gemeinsamen Europa. Verdun sei der beste Ort, die Freundschaft erneut zu besiegeln.

Nach der feierlichen Unterzeichnung einer Urkunde begegneten sich die deutschen und französischen Teilnehmer bei der Besichtigung der unterirdischen Zitadelle, aber auch beim stillen Gedenken am Mahnmal der Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege. Dort legten sowohl die beiden Bürgermeister als auch die Vorsitzenden der Partnerschaftsvereine Gersheims, Siegrid Paltz und Christine Streichert-Clivot, sowie Yves Baty aus Bazancourt einen Kranz nieder. Siegfried Wack wie der frühere Partnerschaftsvereinsvorsitzende Paul Quirin, die beide schon vor einem Vierteljahrhundert zu den Protagonisten gehörten, sprachen von einer "bewegenden Zeremonie".