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Freaky Friday rockte beim Dorffest in Walsheim

Dorffest in Walsheim : Freaky Friday rockte am Duppstein

Die neu gegründete einheimische Band mit hohem Frauenanteil hatte beim zweitägigen Dorffest in Walsheim gleich zwei Auftritte.

Mit John Lennons Friedenshymne „Imagine“ begann der erste öffentliche Auftritt der fünfköpfigen Band „Freaky Friday“ (Irrer Freitag). Damit eröffnete das Quintett auch das Walsheimer Dorffest „rund um den Duppstein“. Seit Juni probten die ausschließlich einheimischen Instrumentalisten Hartmut Brengel und Christian Schmelzer (an den Gitarren), die Sängerin Ellen Ecker sowie Claudia Stemmler am Keyboard. Eine nicht alltäglich weibliche Band-Besetzung waren am Schlagzeug Silke Stemmler und am Bass Corinna Thomann. Alle hatten sich auf die Fahne geschrieben, Lieder zu spiele und zu singen, die viele kennen und auch mitsingen können, ein bunt gemischtes Programm zu präsentieren. So freute sich das Publikum dabei zu sein, als beispielsweise der Folk-Song „Knockin‘ on heaven‘s door“, komponiert von Bob Dylan, „Ein Tag wie dieser“ von den Toten Hosen, die Beatles-Komposition „Eight days a week“ oder auch „Jolene“, die Eifersuchtsballade der amerikanischen Countrysängerin Dolly Parton gespielt wurden. Höhepunkt der Premiere, der einen Tag später ein weiterer Gig folgen sollte, war die gemeinsam mit Ortsvorsteher Michael Thomann gesungene „Walsheim-Hymne“, die vor Jahrzehnen vom ehemaligen Walsheimer Dirigenten und Bürgermeister Heiner Oesterlein getextet worden war.

Unter den Bäumen in der Ortsmitte waren auch einige Gäste aus dem pfälzischen Walsheim. Thomann: „Eigentlich hatte während des Dorffestes der offizielle Gegenbesuch zu unserer Fahrt vor Corona stattfinden sollen, doch hat das leider nicht geklappt.“ Er wünschte sich, dass die vor einigen Jahren begonnene Dörfer-Freundschaft weiter wachsen werde.

Musikalisch begleitete die Band Hugo’s Corner die Dorffest-Gäste durch den ersten Abend. Auf der Bühne stand damit eine Formation des mittlerweile schon mehrmals in verschiedenen Gruppen aufgetretenen bekannten Gitarristen Andreas Usner mit seinem Bassisten Joe Reitz und Gitarrist Christoph Haberer, genannt Hugo. Mit der Mischung aus akustischen Gitarren, dreistimmigen Chören und lustigen Arrangements zogen sie das Publikum in ihren Bann. Zugute kam, dass die Bühne näher am Duppstein stand und somit eine enge Verbindung von Künstlern und Zuhörern geschaffen worden war. Klassiker aus vielen Jahrzehnten, aber auch neuere und ältere deutsche Kompositionen zählten zum Repertoire der vielseitigen Band. Hochbetrieb herrschte an den Ständen, angefangen beim von den Sportfreunden betriebenen zentralen Bierwagen. Daneben hatte die örtliche Mikro-Craft-Brauerei „Sudhaus“ von Stefan Raffel auch erstmals einen eigenen Wagen, wo sowohl das GlüXPils oder auch das Festbier vom Fass über den Tresen ging. Traditionell boten die Hosenträger, eine Gruppe um Michael Thomann, die vor neun Jahren nach einer Zeit der Abstinenz das Dorffest „der Neuzeit“ wieder aus der Taufe gehoben hatten, Cocktails, Longdrinks, Shots in ihrer Spelunke „Unschlag-Bar“ an. Gemixt wurden beispielsweise Cuba Libre, Tequila Sunrise oder Erdbeer-limes.

Mehr als 400 Flammkuchen wurden über die beiden Festtage in der Garage, betrieben von der AH-Abteilung der Sportfreunde Walsheim gebrutzelt und oft gemeinsam mit rotem und weißem spanischem Wein verkauft. Duppstein-Schwenker waren die Renner beim gemeinsam mit Helfern vom Förderverein der Feuerwehr und dem Schützenverein bestückten Stand. Sie boten auch sonntags den Mittagstisch mit Gulasch und Spätzle.

 Sichtlichen Spaß hatten die Gäste beim Walsheimer Dorffest während des Auftrittes der Band „Freaky Friday“. Die hatte am Duppstein ein „Heimspiel“.
Sichtlichen Spaß hatten die Gäste beim Walsheimer Dorffest während des Auftrittes der Band „Freaky Friday“. Die hatte am Duppstein ein „Heimspiel“. Foto: Wolfgang Degott

Leckere Crêpes gab’s bei der Jugendabteilung des Sportvereins. Süßes war beim Stand von Haus Sonne zu haben. Deren Helfer boten auch ein abwechslungsreiches Kinderprogramm an, darunter auch Kinderschminken sonntags. Kaffee und Kuchen wurden vom Förderverein der örtlichen protestantischen Kindertagesstätte Regenbogen angeboten.