Festliche Harmonie erlebt

Rubenheim. Ines König, Gertrud Schirra und Georg Becker hießen die musikalischen Leiter der drei Ensembles, die ein zauberhaftes Konzert in der Rubenheimer Pfarrkirche St. Mauritius zelebrierten. Die zahlreichen Gäste, darunter auch der Hausherr und Ortsgeistliche, Pater Josef Dohmen, freuten sich über gekonnte Darbietungen und viel Abwechslung am zweiten Weihnachtsfeiertag

Rubenheim. Ines König, Gertrud Schirra und Georg Becker hießen die musikalischen Leiter der drei Ensembles, die ein zauberhaftes Konzert in der Rubenheimer Pfarrkirche St. Mauritius zelebrierten. Die zahlreichen Gäste, darunter auch der Hausherr und Ortsgeistliche, Pater Josef Dohmen, freuten sich über gekonnte Darbietungen und viel Abwechslung am zweiten Weihnachtsfeiertag. Der Vorsitzende des ausrichtenden Knappenchores und -vereines Otto Schöndorf sprach zu Beginn davon, dass man mit dem gemeinsamen Konzert nicht nur unterhalten, sondern auch dazu beitragen wolle, in den Menschen die Harmonie zu stärken. "Mit dem Bliesknappenchor, der im kommenden Jahr auch die Partnerschaftsfeier der Gemeinde Gersheim mit ihrem französischen Partner Bazancourt musikalisch begleitet und daher eine längere Zeit als sonst üben wird, habe ich einen guten Leistungsstand erreicht", so Becker. Souveräne BliesknappenIn zwei Gruppen vom hinteren Eingang bis zum Altarraum schreitend intonierten die 25 Sänger die St. Barbara-Hymne. In Uniformen und Schachthüte gekleidet, sangen sie dann das Lied "Zündet die Lichter der Freude an" und das Volkslied aus dem Eichsfeld "Maria durch ein Dornwald ging". Zu Herzen ging die Darbietung von "Tochter Zion, freue dich", das mit seinen nur sechzehn unterschiedlichen Takten, neben dem Hallelujah aus dem "Messias", wohl zur populärsten Musik von Georg Friedrich Händel gehört. Aber auch die gesangliche Umsetzung eines ganz anderen "Vater unser", das von Gotthilf Fischer vertonte Gebet mit teilweise volksliedhaftem Charakter, ließ das ganze Können der Sänger mit ihren unterschiedlichen Stimmlagen zu voller Geltung kommen. Die Bliesknappen, die Becker mit großer Präzision führte, zeigten sich wie die beiden anderen Gruppen gut vorbereitet und strahlten Souveränität aus. Hochgebirgsatmosphäre dann beim "Ave Maria der Berge" dem beliebten, volkstümlichen Lied von Otto Groll. In diesem Genre, der Musik der Berge, bewegte sich gekonnt das Sextett der Blickweiler Stubenmusikanten mit ihrer Leiterin Gertrud Schirra. Es spannte mit Zither, Gitarre, dem bayerisch-österreichischen Instrument, dem Hackbrett, Flöte und Keyboard den Bogen von alpenländischer Musik mit ihrer Hüttenromantik hinein in die Täler der Gebirgsriesen. So spielten die Frauen den "Berchtesgadener Landler", um dann mit "Die eilenden Hirten", "Weihnachts-Tafelstück" und "Heilige Nacht" die Geburt Christi in den Mittelpunkt des musikalischen Schaffens zu stellen. "Ich steh an deiner Krippen hier" sangen die 18 Mitglieder des Gemischten Chors, von denen einige auch bei den "Knappen" mitsangen, boten damit unter der Leitung Ines Königs den Text des lutherischen Theologen und Dichters Paul Gerhardt. Die heutige Liedfassung basiert auf einer 1736 von Johann Sebastian Bach komponierten Arie in c-moll. Der Chor widmete sich ebenfalls ausschließlich weihnachtlicher Literatur, nutzte mit "Mary had a baby" oder auch bei der verherrlichenden Melodie "Singt Gloria" die Gelegenheit, die Stimmen hervorragend unter Beweis zu stellen. Stimmungsvoller Abschluss des Konzertes war das beliebteste Weihnachtslied "Stille Nacht, heilige Nacht", das der Bliesknappenchor und der Gemischte Chor gemeinsam sangen.