Erster Neujahrsempfang in Bliesdalheim

Ein gesellschaftliches Ereignis in Bliesdalheim : Eine Premiere mit allen guten Wünschen

Erster Neujahrsempfang in Bliesdalheim. Dabei spielte auch die Bürgerbeteiligung eine nicht unwesentliche Rolle.

„Von guten Mächten wunderbar geborgen“ – das Lied zum Gedicht von Dietrich Bonhoeffer sang der Protestantische Singkreis beim Neujahrsempfang des Bliesdalheimer Ortsrates. Die Mehrzweckhalle war bei der Premiere dieser Veranstaltung im 600 Seelen zählenden Ort gut gefüllt. Die elf Sängerinnen und Sänger legten noch Hazy Osterwalds „Kriminaltango“ nach, bevor Ortsvorsteher Bernhard Welsch das Wort ergriff.

In seinem Rückblick ging er auch auf die besondere Situation innerhalb des Ortsrates ein, bei dem sechs der sieben Mitlieder Neulinge seien und somit frischen Wind in das Gremium gebracht hätten. Er erinnerte auch daran, dass im letzten Jahr einige Projekte, wie beispielsweise die Neugestaltung des Dorfplatzes an der Bliestalstraße und des Kegelplatzes sowie die energetische Sanierung der Mehrzweckhalle mit dem angrenzenden Schulgebäude angestoßen worden seien. Er kündigte auch an, dass auf dem neu gestalteten Schulhof ein Holzbackofen aufgestellt werden solle.

Als wichtiges Anliegen bezeichnete Bernhard Welsch auch die Anschaffung eines Buswartehäuschens nahe der Tankstelle.

Unter den Anwesenden wurde ein Blatt verteilt, auf dem die Gäste ihre persönlichen Ideen zur Fortentwicklung ihres Heimatdorfes notieren konnten. Gerade diese Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger griff auch Bürgermeister Michael Clivot auf. Insbesondere beim Großprojekt der energetischen Sanierung der Halle mit dem Schulgebäude rief er dazu auf, dass sich die Bliesdalheimer aktiv an der Planung beteiligen sollen. An diesem Vorhaben, zu dem ein erster Entwurf vorliegt, soll exemplarisch gezeigt werden, dass ein Paradigmenwechsel möglich sei, nämlich gemeinsam mit den Nutzern, ob Jugendliche, ältere Einwohner oder auch die vielen Gruppen des Turnvereins, ein neues bedürfnisorientiertes Kultur- und Freizeitzentrum zu schaffen. „Wir sprechen derzeit von einer Investition von etwas mehr als einer Million Euro“, so Clivot. Er räumte aber auch ein, dass dies nicht allein von der Gemeinde gestemmt werden könne, dass dazu auch öffentliche Zuschüsse notwendig seien.

Auch kündigte er an, die Gemeinde attraktiver zu machen, um insbesondere junge Familien anzulocken. Es gelte dem Trend der sinkenden Einwohnerzahl entgegen zu wirken, wozu auch der Ausbau digitaler Infrastruktur gehöre. „Hier besteht Nachholbedarf“, meinte das Gemeindeoberhaupt. Bausteine dazu seien auch, dass in allen öffentlichen Gebäuden W-Lan zur Verfügung gestellt werde. Gemeinsam mit den Gersheimern in allen Dörfern soll auch ein Gemeindeverkehrssicherungskonzept erstellt werden, bei dem alle Stellen, die als unsicher eingestuft werden, benannt und Verbesserungsmöglichkeiten erarbeitet werden sollen.