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Erfolgreicher Abschluss der 34. Theaterwoche in Gersheim

Theaterwoche in Gersheim : 2000 Besucher bei elf Vorstellungen

Die Veranstalter der 24. Gersheimer Theaterwoche ziehen eine zufriedenstellende Gesamtbilanz.

Erfolgreich endete die 34. Gersheimer Theaterwoche mit der ausverkauften Vorstellung des Frauenkabaretts „Die Tollkirschen“. Mit viel Beifall wurden die beiden Premieren, das Taschenlampenmusical „Geschöpf der Nacht“ von der Kindergruppe des Herbitzheimer Chor Kolores und der Dreiakter „Glücklich sein ohne Trauschein“ der Niederwürzbacher Theatergruppe „So ein Theater“ begleitet. Rund 2000 Besucher strömten zu den elf Vorstellungen ins Gersheimer Kulturhaus, sorgten neben den guten Leistungen der Ensembles auf der Bühne für einen gelungenen Start des Kulturlebens in der Bliestal-Gemeinde. Zudem trat der Clown Zopp in einer geschlossenen Vorstellung bei den Kleinen der Kindertagesstätte in Peppenkum auf.

„Schöner wOHNEn“ hatten die sechs Tollkirschen ihr Programm überschrieben. Dabei erfuhr das Publikum vom Minimalismus als Lebensmotto für eine Generation, die von allem genug hat: genug Essen, Möbel, Kleider, Kommunikation, Auswahl und Arbeit. Doch wer permanent von allem genug hat, verspürt keinen Drang, sich weiter zu entwickeln. Dass das nicht zwangsläufig der Fall ist demonstrierten Stephanie Albrecht, Christel Görgen, Walburga Klein, Heidi Müller, Margit Schillo und Marliese Wolter eindrucksvoll. Herausgefordert durch neue Lebensumstände strebten sie in während des unterhaltsamen Abends zielsicher auf eine Vereinfachung ihres Lebens zu. Dabei übten sie gnadenlosen Verzicht, wozu auch, wenn auch nicht immer ganz freiwillig, männliche Spezies und ein Leben in Luxus und Harmonie gehörten.

Nach dem überwältigen Erfolg im letzten Jahr mit dem Kindermusical Tuishi Pamoja, folgte bei der Kindergruppe des Herbitzheimer Chor Kolores jetzt das Taschenlampenmusical „Geschöpf der Nacht“. 16 Kinder aus Bliesdalheim, Herbitzheim, Rubenheim, Reinheim, Niedergailbach, Peppenkum, Obergailbach und Blickweiler zeigten große Spielfreude. Die Geschichte drehte sich rund um das Thema Freundschaft oder Ausgrenzung. In der Handlung steckte die Frage, ob nicht jeder ein Talent hat, das Respekt verdient. Schnecken sind eben etwas langsamer und Glühwürmchen kann man nur im Dunkeln leuchten sehn. Die Musik präsentierte sich in einer gekonnten Mischung aus Pop, Rock, Jazz und Folk.

In der Boulevardkomödie „Glücklich ohne Trauschein“ der Niederwürzbacher führte Maria (Nicole Staub) erfolgreich ein Ehe-Vermittlungsbüro. Mit ihrem Lebenspartner Dominik (Martin Schindler), ein ebenso bedeutender Scheidungsanwalt, lebt sie schon einige Jahre zusammen. Maria möchte heiraten. Das kann Dominik nicht nachvollziehen. Denn die streitenden Eheleute in seinem Büro lassen ihm immer wieder die Haare zu Berge stehen. Maria setzte aber doch die Verlobung durch, zweifelte anschließend jedoch immer mehr, ob ihr Drängen richtig war. Grund dafür war, dass sich ihr einst so aufmerksamer Freund doch immer mehr wie ein richtiger Ehemann benahm, was immer das auch heißen mag. Maria änderte ihre Einstellung betreffend Heiraterei immer mehr, was ihre Freundin Livia (Karin Döring) gar nicht wunderte. In weiteren Rollen waren Heiko Schwarz, Susanne Vicentini, Gideon Grünholz, Gerda Groh und Alois Neu zu sehen. Zwei weitere Aufführungen des Niederwürzbacher Theaterensembles unter der Leitung von Veronika Kiesel folgen am Freitag, 13. und Samstag, 14. März, jeweils um 19.30 Uhr in der alten Schulturnhalle in Hassel.

Die 35. Gersheimer Theaterwoche ist für die Zeit vom 8. bis 24. Januar 2021 terminiert. Schon jetzt sind die ersten „Verträge“ mit einzelnen Gruppen unterschrieben, teilte Holger Frenzel mit. Er ist vom Gersheimer Kulturamt und maßgeblich für die Organisation der Kulturtage verantwortlich. „Wir sind froh darüber, dass sich die Theaterwoche in den vergangenen Jahren etabliert hat“, freut sich der engagierte Kulturschaffende.