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Elternbeiträge werden nicht erhöht

Elternbeiträge werden nicht erhöht

Neben den Beiträgen, die für die Kinderbetreuung in der Kita Peppenkum zu zahlen sind, stand auch der Wirtschaftsplan des Entsorgungsverbandes Saar auf der Tagesordnung. Der sieht nämlich eine mögliche Steigerung der Müllgebühren vor.

In der letzten Gemeinderatssitzung dieses Jahres stellte die Gemeinde Gersheim die Weichen für eine längerfristige kommunale Zinssicherung. Man wird eine Beratungsfirma mit ins Boot nehmen, damit man zukünftigen Zinsschwankungen besser entgegenwirken kann. "Diese jetzige Niedrigzinsphase wird nicht ewig andauern. Wir versprechen uns von der Beraterfirma positive Effekte", stellte CDU-Fraktionschef Jürgen Wack heraus. Dies nicht zuletzt auch deshalb, weil das Honorar der Beratungsgesellschaft an den Erfolg geknüpft sei. Er stellte aber auch noch einmal heraus, dass man auch weiterhin mit regionalen Banken zusammenarbeiten wolle. Christine Streichert-Clivot, SPD-Fraktionschefin, unterstrich, dass man keine Spekulationen wünsche. Dies, so Kämmerer Karl-Heinz Nagel, sei vertraglich auch geregelt.

Gute Nachrichten gab es dann für die Eltern, deren Kinder die Kindertagesstätte in Peppenkum besuchen: Die Elternbeiträge für die Kita werden für das laufende zweite Halbjahr 2014 stabil bleiben, für das erste Halbjahr 2015 ist gar eine leichte Absenkung geplant: "Die Höhe der Elternbeiträge ist allerdings immer von der Anzahl der Kinder und dem entsprechenden Personalschlüssel abhängig", stellte Bürgermeister Alexander Rubeck heraus. Christine Streichert-Clivot betonte, dass sich die Zahl der Kinder in der Tagesstätte erhöht habe, was nicht zuletzt auf die gute Qualität der Betreuung zurückzuführen sei. Mario Fontana (Die Linke ) begrüßte zwar für seine Fraktion die Entwicklung, aber grundsätzlich stehe seine Partei für einen freien und kostenlosen Zugang zu den Bildungseinrichtungen. Dazu gehörten auch Kindergärten, deshalb enthalte er sich der Stimme.

Diskutiert wurde dann der Wirtschaftsplan des Entsorgungsverbandes Saar (EVS). Aus ihm geht hervor, dass die Kosten für die Müllentsorgung eventuell nach einer kurzen Konsolidierungsphase ab 2016 wieder steigen könnten. Dies sei damit begründet, dass die Restmüllmenge weit unter den vorher geschätzten Mengen läge. "Man hat uns gesagt, nach der Abwicklung des Vertrages mit der Müllverbrennungsanlage Neunkirchen könnten die Preise wieder fallen. Jetzt sollen sie eventuell ab 2016 erneut steigen", kritisierte Christine Streichert-Clivot. "Wir sind ja schon froh, wenn die Müllgebühren stabil blieben", habe man seinerzeit gesagt, als von einer Senkung die Rede war, so Jürgen Wack. Jetzt denke der EVS erneut über eine Erhöhung nach. "Verlässlichkeit wäre schon sehr wichtig", mahnte Wack an. Mario Fontana kritisierte, dass keine Vergleichspreise präsentiert würden: "Es gibt keinen Vergleich mit ähnlichen Entsorgungsunternehmen innerhalb der Bundesrepublik", so der Fraktionsvorsitzende. Er kritisierte erneut die Doppelspitze beim EVS und stimmte gegen den Wirtschaftsplan: Die SPD enthielt sich, die CDU stimmte zu.